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Hier soll im Grünen das Sondergebiet Transport entstehen.

„Das ist der Einstieg in die Bebauung“

Interview: Deshalb lehnt der BN-Kreisvorsitzende das Sondergebiet Transport ab

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Die Stellungnahme des Bund Naturschutz (BN) ging besonders hart mit der geplanten Ansiedlung des Transportunternehmens Lettenbichler ins Gericht. Wir fragten BN-Kreisvorsitzenden Manfred Burger nach den Gründen.

-Herr Burger, Sie haben als Kreisvorsitzender die BN-Stellungnahme verfasst. Kein Verständnis für die Gemeinde?

Nein, weil das auch von der optik her völliger Außenbereich ist. Wenn man da etwas hinbaut, öffnet man weiteren Bauvorhaben an dieser stelle Tür und Tor. Das ist der Einstieg in die Bebauung.

-Die Gemeinde führt jedoch an, dass es keinen Alternativstandort gebe.

Man spricht immer davon, flächenschonend umzugehen, und dann dringt man in völlig neue Bereiche ein. Wenn es an einem Gelände für das Sondergebiet fehlt, muss das Unternehmen in einer anderen Gemeinde suchen.

Lesen Sie auch die Hauptgeschichte zum Thema: Gemeinderat hält am Sondergebiet fest

-Da verlangen Sie aber viel. Als Miesbacher Stadtrat kennen Sie doch den Druck, Steuereinnahmen generieren zu müssen.

Das hatten wir in Miesbach auch, dass wir Firmen nicht ansiedeln oder halten konnten. Aber das kann ja nicht das Argument dafür sein, so ein Gebiet zu bebauen. Man weiß ja nicht, wie sich Steuereinnahmen in den kommenden Jahren entwickeln. Die Regierung von Oberbayern macht es sich bei der Befreiung vom Anbindungsgebot auch zu einfach. Zumal Irschenberg ja eine geeignete Fläche hat.

-Welche denn?

Die 19 000 Quadratmeter an der A8 gegenüber der OMV-Tankstelle, aber dafür gibt es angeblich schon einen großen produzierenden Gewerbebetrieb, der dort hin soll – das steht alles in den Unterlagen zum Verfahren.

-Die Gemeinde macht ja keinen Hehl daraus, dass sie wirtschaftliche Entwicklungen und Einnahmen stärker gewichtet.

Irschenberg hat in den vergangenen Jahren massiv sein Gewerbe ausgebaut. Wie viel will die Gemeinde noch? Sie hat viel zu viel Gewerbe, um auf das Sondergebiet Transport angewiesen zu sein.

-Letztlich können Umweltschutzverbände aber kaum einschreiten, oder?

Es sind immer dieselben Argumente: Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Die Möglichkeiten des BN sind gering. Da müsste man schon nachweisen, dass Aussagen der Gemeinde in Richtung Regierung nicht stimmen.

ddy

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