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Es geht in die Tiefe: Die Kaffeerösterei Dinzler baut einen zusätzlichen Komplex mit Lagerflächen und einer Kaffeeakademie sowie eine Tiefgarage.

Klaus Waldschütz senior fürchtet Beeinträchtigung seiner Quelle

Dinzler: Nachbar klagt gegen Baugenehmigung

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Irschenberg - Während die Erweiterung der Kaffeerösterei Dinzler bereits in vollem Gange ist, klagen nun die Nachbarn gegen die Baugenehmigung.

Verkehr, Geruch, die Beeinträchtigung des Grundwassers: Die Einwände gegen das Bauvorhaben auf dem westlich der bestehenden Rösterei gelegenen Wiesenstück waren zahlreich – ebenso die Diskussionen im Gemeinderat (wir berichteten mehrfach). Zwischenzeitlich wurden die Pläne modifiziert, etwa hinsichtlich der Tiefgarage, die nun ein- statt zweistöckig wird.

Gegen die Baugenehmigung – und damit gegen den Freistaat Bayern – klagen nun die Eheleute Klaus und Maria Waldschütz. Sie sind der Auffassung, dass das Genehmigungsverfahren nicht „richtig gelaufen ist, weil nicht ausreichend geprüft wurde“, wie Klaus Waldschütz senior auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt. Zudem bemängelt er, dass das Landratsamt das Vorhaben durchgewunken habe, bevor sein Widerspruch bearbeitet worden sei. „Unsauber“, findet der Wendlinger.

Grundsätzlich, sagt Waldschütz, sei gegen die Erweiterung des Komplexes um zusätzliche Lagerflächen, eine Kaffeeakademie und weitere Seminarräume nichts zu sagen. Es stehe aber noch immer zu befürchten, dass die Quelle der Familie durch die Arbeiten beeinträchtigt werden könnte. „Wir sind schon einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, das sollte nicht noch mal passieren“, sagt der Irschenberger. Im Moment sehe es glücklicherweise so aus, als würde alles nach Plan verlaufen. „Der Baufirma muss man Lob zollen, bisher ist noch nichts aufgetreten. Die sind wohl recht bemüht.“ Große Hoffnungen, mit seiner Klage Erfolg zu haben, macht sich Waldschütz ohnehin nicht.

Laut Gemeinde-Geschäftsleiter Josef Bögl sind die Chancen tatsächlich eher gering. In einer Vorentscheidung sei der Bau schließlich erlaubt worden. „Zwar ist man bei solchen Verfahren nie vor Überraschungen gefeit“, sagt Bögl. Er vermutet aber, dass die Genehmigung rechtmäßig ist und das Urteil somit zugunsten des Freistaats ausfallen dürfte.

Um die Quelle zu sichern, habe die Gemeinde ja ein Gutachten von einem erfahrenen Büro für Geologie erstellen lassen „und dafür eigenes Geld in die Hand genommen“, betont Bögl. „Das ist es uns auch wert“. Er sei ebenfalls froh, dass es keine Komplikationen gegeben habe.

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