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Akustische Barriere: der Lärmschutzwall an der A8 bei Wöllkam.

„Das ist doch ein Kasperltheater“

Diskussion vertagt: Lärmschutz-Ärger schwelt weiter

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Das Thema Lärmschutz gärt weiter in Irschenberg. Weil Martin Eberhard erneut fehlte, gab es wieder keine Aussprache im Gemeinderat. Doch die Geduld ist bald erschöpft.

Irschenberg – Bereits zum zweiten Mal in Folge stand das Thema Lärmschutz auf der Tagesordnung des Irschenberger Gemeinderats. Zur Diskussion ist es wieder nicht gekommen. Weil mit Martin Eberhard (FDP) ein Hauptbetroffener des Ärgers um die Grundstücksabrechnung für den Bau des Walls an der A 8 erneut in der Sitzung fehlte, machte sich Bürgermeister Hans Schönauer (FWG) dafür stark, den Punkt nochmals zu vertagen. „Ich möchte lieber mit ihm reden, als über ihn“, erklärte er.

Leicht fiel dem Rathauschef der Aufschub nicht. Er machte keinen Hehl daraus, dass ihm das Thema an die Nieren geht. „Es kursieren viele Gerüchte über die Abwicklung“, sagte Schönauer. Eine Offenlegung sei deshalb notwendig. Entzündet hatte sich der Ärger bekanntlich an einem Tauschvertrag zwischen Eberhard und Landwirt Josef Messerer.

Wie berichtet, hatte Messerer der Autobahndirektion einen Teil seiner Weide für den Bau des Lärmschutzwalls zur Verfügung gestellt. Eberhard hätte ihm dafür seinerseits eine Fläche abgetreten – und selbst von der Gemeinde einen Ausgleich erhalten. Zustande gekommen ist der Tausch bislang nicht. Eberhard begründete dies damit, dass er dem Protokoll einer Gemeinderatssitzung entnommen habe, die Autobahndirektion würde ebenfalls eines ihrer Grundstücke einbringen.

Schönauer hält diese Kritik für unbegründet. „Die Gemeinde hat jedes ihrer Worte bis auf den Buchstaben genau eingehalten“, sagte er. Eberhard solle selbst erklären, warum er den Vertrag nicht einhalte. Auf Nachfrage unserer Zeitung sagt der Landwirt, er lasse die Sache derzeit juristisch prüfen. Deshalb wolle er sich aktuell nicht öffentlich dazu äußern.

So lange warten wollen die Gemeinderäte nicht. „Wir sind immer die Gutmütigen“, sagte Klaus Waldschütz (CSU). In der Dezembersitzung solle Schönauer seinen Bericht vorlesen – egal, ob Eberhard am Tisch sitze oder nicht. „Das ist doch ein Kasperltheater“, schimpfte Waldschütz. Marinus Eyrainer (FWG) bezweifelte, dass Eberhard bei der nächsten Sitzung dabei ist. „So lange dieser Punkt drauf steht, kommt er nicht.“

Eberhard weist diese Vermutung zurück. Bei der Oktobersitzung sei er terminlich verhindert gewesen – und diesmal krank.

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