Gefördert schneller in die eigenen vier Wände: Bund und Länder helfen
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Mit einem Einheimischenmodell sollen vor allem jungen Familien die eigenen vier Wände ermöglicht werden.

Bezahlbarer Wohnraum

Einheimischenmodell in Irschenberg: Gemeinderat soll sich Möglichkeiten aufzeigen lassen

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Irschenberg – In Zeiten steigender Grundstücks- und Immobilienpreise gewinnt die Baulandausweisung für Einheimische an Bedeutung. Deshalb hat Florian Kirchberger (FDP/Aktive Bürger) im Irschenberger Gemeinderat angeregt, sich mit dem Thema gezielt auseinanderzusetzen.

Positiv wäre es laut Kirchberger, einen Experten einzuladen. „Wir könnten das Thema in einer eigenen Sitzung und losgelöst vom Einzelfall behandeln.“ Ziel sollte es sein, ein Konzept zu erarbeiten, um vorbereitet zu sein.

Hintergrund für den Vorstoß ist der Haushalt 2021. Darin wurde laut Kirchberger „eine hohe Summe für den Erwerb von Bauland“ eingestellt. Zudem seien in nächster Zeit Anträge auf Baulandausweisung zu erwarten – auch mit dem Ziel, Außenbereichsgrundstücke zu Bauland zu machen.

Da alle Parteien und Freie-Wähler-Gruppierungen sich auf die Fahne geschrieben hätten, Bauland für Einheimische auszuweisen und Wohnraum zu leistbaren Preisen zur Verfügung zu stellen, sieht es Kirchberger nun als zweckdienlich an, sich im Vorfeld über die rechtlichen Rahmenbedingungen und Grenzen zu informieren. Ziel müsse es sein, eine einheitliche Linie zu finden, mit der eine Gleichbehandlung gewährleistet ist.

Wie wichtig ein tragfähiges Konzept ist, hat sich zuletzt beim Postwirt-Areal gezeigt. Dabei war der Grundstückspreis im Zuge mehrerer Weiterverkäufe derart gestiegen, dass die nun im Bau befindlichen Wohnungen gerade nicht mehr in die Kategorie „bezahlbarer Wohnraum“ fallen.

ddy

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