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Ein Ort des Zusammenkommens: (v.l.) Franz Nirschl, Rita Pötzinger und Pfarrer Tadeusz im neuen Pfarrsaal.

Einweihung des neuen Pfarrheims von Irschenberg

Eine neue Heimat für den Pfarrverband

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Zwei Jahre ist es her, dass in Irschenberg mit dem Bau des neuen Pfarrheims begonnen wurde. Nun sind die Arbeiten auch im Außenbereich abgeschlossen. Zeit also, das Gebäude offiziell einzuweihen – mit einem Festtag für die ganze Gemeinde.

Wenn man Irschenbergs neues Pfarrheim betritt, umgibt einen der Geruch des Neuen. Neue Möbel, neues Holz und genug Platz für die verschiedenen Aufgaben und Aktivitäten der Pfarrei gibt es hier: Büros für die Kirchenverwaltung sind dort untergebracht. Es gibt Raum für das Archiv, das wegen der alten Bücher und historischen Messgewänder klimatisiert ausgestattet wurde. Ein Appartement steht für Pilger, Besucher und Vertretungspfarrer bereit. Doch das Herzstück ist der Pfarrsaal, der der Kirchengemeinde eine neue Heimat geben soll.

Einweihung des neuen Pfarrheims von Irschenberg: Eine neue Heimat für den Pfarrverband

Dass alles sehr schön geworden ist, darin sind sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rita Pötzinger, Kirchenpfleger Franz Nirschl und Pfarrer Tadeusz Kmiec-Forstner einig. „Es ist uns gelungen, ein Haus zu bauen, das zu seiner Umgebung passt“, sagt der Pfarrverbandsleiter. „Die Leute sind glücklich, dass wir nun ein Haus für den Pfarrverband und die Gemeinde haben.“ Was Pötzinger bestätigt: „Bislang war ja kaum etwas da, wo man hingehen konnte.“

Irschenberg war der letzte Pfarrverband ohne Pfarrheim

2,4 Millionen Euro hat das neue Schmuckstück gekostet, von denen das erzbischöfliche Ordinariat einen Großteil trägt. Damit schließt sich eine Lücke, denn Irschenberg war der letzte Pfarrverband im Erzbistum, der kein Pfarrheim hatte.

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Dabei sollte der Bau schon vor 25 Jahren angepackt werden, berichtet Nirschl: „1986 wurde die erste Planung gemacht, aber erst jetzt wurde die dritte Planung umgesetzt.“ Baubeginn war im Frühsommer 2017 mit dem Abriss des alten Pfarrhofs. Der war als Provisorium in einer von zwei Garagen untergebracht worden und funktionierte gerade so viele Jahre. „Die Räume waren nicht isoliert“, erzählt Pfarrer Tadeusz. „Im Sommer war es zu heiß, im Winter zu kalt.“ Keine guten Arbeitsbedingungen also für die Mitarbeiterinnen, stellt er fest. Zudem fehlte dem Pfarrverband und seinen ehrenamtlichen Helfern Platz für Sitzungen und Treffen.

Auch der Gemeinderat zieht  für seine Sitzungen in den Pfarrsaal

Nun ist die neue Heimat für die Kirchengemeinde fertig – und die umfasst nicht nur den gesamten Pfarrverband mit den Pfarreien Niklasreuth und Frauenried, sondern auch die weltliche Gemeinde. Denn der Gemeinderat aus dem benachbarten Rathaus soll nach der Sommerpause ebenfalls ins Pfarrheim ziehen und im Pfarrsaal seine Sitzungen abhalten. Dafür habe sich die Gemeinde finanziell am Bau beteiligt. „Die Idee hinter dem Pfarrheim ist die“, sagt Kmiec-Forstner, „dass die Kirche nicht für sich selbst baut, sondern für die Allgemeinheit.“

Eineinhalb Jahre dauerte der Bau, an dem zum größten Teil heimische Betriebe mitgewirkt haben. „Das war uns sehr wichtig“, sagt Nirschl.

Festgottesdienst mit Abt Barnabas vom Kloster Ettal

Jetzt, wo alles fertig ist, folgt der krönende Abschluss: die gemeinsame Einweihung. Gefeiert wird am Samstag, 10. August. Den Auftakt macht der Festgottesdienst um 10 Uhr in St. Johann mit Abt Barnabas vom Kloster Ettal. Eingeladen dazu sind auch alle Vereine und Gruppierungen. Im kleinen Festzug geht es im Anschluss rüber ins Pfarrheim, wo nach den Festreden und der Schlüsselübergabe das Spenden des Segens erfolgt. Danach beginnt das Pfarrfest – gewissermaßen der weltliche Teil der Einweihung. Es gibt Mittagessen im neuen Saal, Kaffee und Kuchen sowie einen Tag der offenen Tür, bei dem die Besucher ihr neues Pfarrheim kennenlernen sollen.

ddy

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