+
Mit diesem farbenfrohen Bild haben sich die Sternsinger (v.l.) Marie, Ilona, Kathrin und Vroni aus Frauenried den Termin beim Ministerpräsidenten gesichert.

Segen für Horst Seehofer  

Sternsinger malen sich in die Staatskanzlei

  • schließen

Irschenberg - Es ist der vorläufige Höhepunkt von vier Sternsinger-Karrieren: Eine Gruppe aus der Kuratie Frauenried wird Horst Seehofer in der Staatskanzlei besuchen. 

Der Überraschungsanruf aus dem Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising erreichte Kathrin an ihrem Namenstag. Ein Datum, das die 13-jährige Schülerin aus Frauenried wohl so schnell nicht mehr vergessen wird. „Am 25. November hat mir meine Mama nach der Schule gesagt, dass wir als Gewinner gezogen wurden“, erinnert sich die Achtklässlerin.

Zunächst habe sie es gar nicht fassen können. „Ich hatte ja überhaupt nicht damit gerechnet“, sagt die Schülerin. Doch als sie ihr Glück erst realisiert hatte, überbrachte sie ihren Freundinnen sofort die freudige Kunde – per Whats-App-Nachricht natürlich.

„Ich dachte zuerst, dass Kathrin einen Witz macht“, erinnert sich Sternsinger-Kollegin Vroni an den Moment, als auf dem Bildschirm ihres Smartphones Kathrins Worte aufploppten. „Da stand nur, dass wir zu Horst Seehofer dürfen und ein Daumen nach oben. Ich dachte, dass das ja wohl ein Scherz ist.“ Tatsächlich war es nichts als die Wahrheit.

Zusammen mit ihren weiteren Sternsinger-Kolleginnen Marie (13) und Ilona (13) hatten Kathrin und Vroni an einem Malwettbewerb teilgenommen, den das Erzbischöfliche Jugendamt ausgeschrieben hatte. Es habe dabei keiner Überredungskünste bedurft, ihre Mitstreiterinnen mit ins Boot zu holen. „Sie waren sofort dabei, als ich sie gefragt habe“, sagt Kathrin und lacht.

Die Jugendlichen sollten, so lautete die Aufgabe, sich selbst als Sternsinger malen. Nach getanem Dienst in der Kirche setzten sich die Mädchen zusammen und malten, was das Zeug hielt. Nach vier Stunden war das farbenfrohe Kunstwerk vollendet und konnte per Post seine Reise ins Ordinariat antreten.

24 Gruppen hatten sich der Herausforderung gestellt und ebenfalls am Wettbewerb teilgenommen. Aus allen Einsendungen zog Diözesanjugendpfarrer Daniel Lerch schließlich vier Gruppen mit je drei Sternsingern und einem Sternträger, die am Montag, 30. Dezember, stellvertretend für mehr als 20 000 Kinder und Jugendliche aus dem Bistum in die Staatskanzlei zu Ministerpräsident Horst Seehofer gesendet werden und Segenswünsche überbringen. Das Glück war auch den Mädchen der Kuratie Frauenried hold.

Jetzt rückt dieser womöglich einmalige Termin in München näher, und so langsam macht sich die Aufregung bei den Sternsingerinnen bemerkbar. „Ich glaube schon, dass wir an dem Tag recht nervös sind. Es wird aber bestimmt sehr interessant“, sagt Kathrin, deren Oma sich ein Selfie mit dem Ministerpräsidenten wünscht. Dieser Wunsch sollte problemlos zu erfüllen sein. Auf dem Programm, zu dem beispielsweise auch ein gemeinschaftliches Essen im Hofbräuhaus gehört, steht nämlich auch ein gemeinsamer Fototermin. So können sich dann auch die Daheimgebliebenen an diesem besonderen Augenblick erfreuen.

ah

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wasserchlorung: Gemeinderäte wütend über Dürrs Antrag
Der „Dringlichkeitsantrag“ von Michael Dürr zur Schlierseer Wasserversorgung hat im Gemeinderat eine heftige Diskussion ausgelöst. Um die Sache ging‘s dabei allenfalls …
Wasserchlorung: Gemeinderäte wütend über Dürrs Antrag
Bayrischzell nimmt neues Loipenspurgerät in Betrieb
Wer sich um 100 Kilometer Langlaufloipe kümmern muss, darf bei der technischen Ausrüstung nicht sparen. Das dachte sich auch die Gemeinde Bayrischzell und kaufte nun ein …
Bayrischzell nimmt neues Loipenspurgerät in Betrieb
Frontalzusammenstoß: Fischbachauer übersieht einen Rottacher
Beim Abbiegen Richtung Fischbachau übersieht ein 39-Jähriger Autofahrer aus Fischbachau ein entgegenkommendes Fahrzeug. Der Fahrer aus Rottach-Egern konnte nicht mehr …
Frontalzusammenstoß: Fischbachauer übersieht einen Rottacher
Freibad und Museum hoffen auf grünes Licht
Die Donnerstagssitzung des Miesbacher Stadtrats könnte teuer werden für die Stadt. Erst wird die Machbarkeit der Warmfreibad-Sanierung diskutiert, dann der Antrag des …
Freibad und Museum hoffen auf grünes Licht

Kommentare