+
Ein Herz und eine Seele:  Die Eheleute Maria und Fritz Eberhard aus Irschenberg.

Beim Karteln hat’s gefunkt:

Fritz und Maria Eberhard sind seit 60 Jahren verheiratet

  • schließen

Irschenberg – Der Weg zum Herzen seiner geliebten Frau Maria ging für Fritz Eberhard über das Kartenspiel am Stammtisch. Und er hatte ganz offensichtlich das Blatt seines Lebens.

1952, der junge Fritz trifft sich mit seinen Spezln in der Post. Sie ratschen und spielen Grasobern oder Watten. Hinterm Tresen, in der Küche und im Gastraum wirbelt unterdessen die hübsche Maria umher und hat das Tagesgeschäft fest im Griff. Das imponiert Fritz, der eine Schwäche für patente und vielseitige Frauen hat, wie der 86-Jährige mit einem Lachen gesteht. „Sie hat einfach überall angepackt. Das hat mir gefallen“, erinnert sich der ehemalige Schreiner. „Und natürlich ihr Aussehen“, schiebt er schnell hinterher. „Na endlich“, kommentiert die vier Jahre jüngere Maria schmunzelnd. „Zeit is worn.“ Bei einigen gemeinsamen Partien wird aus Sympathie schließlich Liebe.

Man merkt schnell, dass sich die beiden verstehen und auf zufriedene Ehejahre zurückblicken können. Nach einem Rezept haben die bescheidenen Eheleute dabei nie wirklich gesucht. Nur eines stand immer im Vordergrund: „Sich gegenseitig zu vertrauen ist das Wichtigste“, sagt Fritz Eberhard und Maria nickt zustimmend. Was ihr besonders an ihrem Mann gefällt? Sein Lachen. „Wenn ich nicht wusste, wo er ist, habe ich einfach das Fenster aufgemacht und da habe ich ihn schon von Weitem lachen gehört.“

Frisch vermählt: So sah das Eheparr Eberhard 1956 aus.

Geheiratet haben sie 1956 in der Irschenberger Pfarrkirche. 50 Gäste, inklusive Kapelle. Kein Pomp, kein Schnickschnack. „Eine ganz normale Hochzeit“, erzählt Fritz Eberhard. Zwei Kinder (Annemarie und Ernst) bekam das Paar, das sich inzwischen über vier Enkelkinder (Andrea, Regina, Sandra und Michaela) und vier Urenkel (Maximilian, Monika, Nikolaus und Michael) freut. Ansonsten war ihr Weg von Arbeit geprägt. Fritz arbeitete viele Jahre für ein Möbelgeschäft, während sich Maria um die Hausgäste in ihren Fremdenzimmern kümmerte und 40 Jahre lang als Busaufsicht für die Sicherheit der Schulkinder am Ort sorgte.

Aktiv zu sein, finden die Eberhards, ist einer der Garanten für ein ausgefülltes Leben. Neben einem bewussten Lebensstil. „Wir haben nie geraucht und nicht viel getrunken“, sagen die glücklichen Urgroßeltern, die dankbar sind, dass sie so viele schöne Zeiten miteinander erleben durften.

Leider seien die Jahrzehnte nur so an ihnen vorbeigezogen. „Man wacht auf und ist plötzlich 60 Jahre verheiratet“, sagt Fritz Eberhard, der sich für die gemeinsame Zukunft noch viele schöne Spaziergänge und Gesundheit wünscht. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen AfD-Kandidat ein
Die Staatsanwaltschaft München II hat die Ermittlungen gegen den AfD-Direktkandidaten Constantin Leopold Prinz von Anhalt eingestellt.
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen AfD-Kandidat ein
Fischbachau: Ja ohne Diskussion
Während es in anderen Gemeinden Vorbehalte gibt, hat Fischbachau keine Bedenken, dem noch zu gründenden Landschaftspflegeverband beizutreten. 
Fischbachau: Ja ohne Diskussion
Qualität gegen kritische Beobachter
Das größte Bauprojekt der Gemeinde Schliersee seit vielen Jahren hat einen Meilenstein erreicht. Für den Anbau ans Heimatmuseum wurde jetzt Richtfest gefeiert.
Qualität gegen kritische Beobachter
Streit um Holzregale: Gemeinde macht Kompromissvorschlag
Die Fronten schienen verhärtet zwischen dem Kreisbaumeister und dem Leitzachtalverein. Nun scheint sich eine Lösung im Streit um die Regale im alten Schulhaus in Elbach …
Streit um Holzregale: Gemeinde macht Kompromissvorschlag

Kommentare