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Schönes, aber verlassenes Fleckerl: Der Gasthof zum Moar in Wilparting steht seit dem Auszug der Pächter Ende November 2017 leer. Mit mobilen Toilettenhäuschen sollen Wallfahrer immerhin ihre Notdurft verrichten können.

Wo sollen sie hin? 

Weil der Gasthof geschlossen ist: Wallfahrer machen ins Gebüsch

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Der geschlossene Gasthof Moar fehlt den Besuchern der Wallfahrtskirche Wilparting. Denn nicht nur die Stube ist zu, sondern auch die Toiletten. Die Folgen sind nicht zu übersehen. 

Irschenberg – Der Moar fehlt den Wallfahrern in Wilparting. Nicht nur, weil sie nach dem Auszug der Pächter Ende November 2017 nichts mehr zu essen und trinken bekommen. Ein mindestens genauso großes Problem seien die durch die Schließung des Gasthofs nicht mehr zugänglichen Toiletten, berichtete Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer (FWG Niklasreuth) nun im Gemeinderat. „Der Besucherstrom nach Wilparting hält nach wie vor an.“ Ihre Notdurft würden die Wallfahrer mangels Alternativen im angrenzenden Hag verrichten. Die Folge seien Verunreinigungen und unangenehme Gerüche.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde den Moar 2011 gekauft, als die damaligen Eigentümer wegen eines Umbaus in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren. Jetzt steht die nächste große Investition an. Das Dach ist undicht und das Mauerwerk nass. Zuletzt war von einem Abriss und Neubau des vorderen Gebäudeteils die Rede. Konkrete Infos zum Umfang und Zeitplan der Arbeiten gibt es nach wie vor nicht, sagt Irschenbergs Geschäftsleiter Josef Bögl auf Nachfrage unserer Zeitung.

Derzeit verhandle die Gemeinde mit möglichen Investoren für einen Weiterbetrieb. „Die müssen alle erst mal rechnen, was geht“, erklärt Bögl. „Das zieht sich hin.“ Auch die Frage, in welchem Umfang sich die Gemeinde als Eigentümerin an den Baukosten beteilige, sei Teil der Gespräche. Mehrere Modelle, wie etwa eine Erbpachtlösung, seien denkbar. Ein Verkauf des Gasthofs sei aber nach wie vor kein Thema, macht Bögl klar.

Kosten für Dixi-Klos mit der Kirche teilen

Wann der Umbau des Moar starten kann, ist damit völlig unklar. Und noch viel mehr, wann die Wallfahrer wieder dort einkehren können. Damit sie zumindest ihr Geschäft nicht mehr im Gebüsch erledigen müssen, hat Schönauer im Gemeinderat nun vorgeschlagen, mobile Toiletten im hinteren Bereich des Parkplatzes aufzustellen. „Damit bleiben wir in der Bauphase flexibel.“

Die Gemeinde habe mehrere Angebote eingeholt. Als wirtschaftlichste Lösung hätten sich zwei Dixi-Klos erwiesen. Diese seien auch mit einem Waschbecken ausgestattet, erklärte der Rathauschef. Einen Wasseranschluss bräuchten die Toilettenhäuschen nicht. „Die werden jede Woche gewaschen.“ Die Kosten werde man sich mit der Kirche teilen. „Die übernehmen ein Häusl“, berichtete Schönauer. Das habe ihm der Pfarrer zugesagt. Eine Diskussion im Gemeinderat gab es folglich nicht. Der Beschluss fiel einstimmig.

Zumindest die Toilettenproblematik in Wilparting ist damit gelöst. Für einen Einkehrschwung müssen sich die Wallfahrer und Spaziergänger aber wohl noch länger anderweitig umschauen. Immerhin ist das Gewerbegebiet Wendling auch zu Fuß nicht allzu weit entfernt. Mit der Kaffeerösterei Dinzler, dem McDonalds und dem Rasthaus an der Autobahn stehen hier gleich mehrere Alternativen zur Verfügung. Wer trotzdem lieber mit Blick auf das Kircherl Brotzeit macht, muss sich wohl oder übel selbst versorgen.

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