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Irschenberg hat 2015 einiges gespart.

Gemeinderat Irschenberg

Regionale Produkte besser vermarkten

Irschenberg - Die Gemeinde will eine eigene Kollektion zusammenstellen. Beim Finanzausblick wurde eine Wasserpreiserhöhung ins Spiel gebracht.

2015 war ein gutes Jahr für die Gemeinde Irschenberg – wirtschaftlich und finanziell. Darüber freute sich Bürgermeister Hans Schönauer (FWG) in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres. Den Ratsmitgliedern berichtete er, dass man den Haushalt ohne Schulden abschließen könne. 

Die Einnahmen aus Steuern seien 2015 gestiegen. Vor allem mit der höheren Einkommenssteuer ist Schönauer zufrieden: „Das zeigt, dass viele Leute da sind, die eine gute Ausbildung haben.“ 

Außerdem gab es eine höhere Schlüsselzuweisung (wir berichteten): Im Jahr 2014 waren es 297 508 Euro, 2015 gab es vom Staat 737 704 Euro. „Aber das, was wir abgeben müssen, ist enorm“, stellt Schönauer kritisch fest. 

Geld auf der hohen Kante

Trotzdem ist das Gemeindesäckel gut gefüllt. „Das, was wir eingenommen haben, haben wir nun als Rücklagen.“ Denn einige geplante Ausgaben seien 2015 nicht zustande gekommen. 

So konnte die Gemeinde den Breitbandausbau nicht durchziehen. Dafür seien 70 000 Euro angedacht gewesen. Ebenso wurde die Straßenbeleuchtung nicht auf LED umgestellt – weitere 60 000 Euro gespart. „Insgesamt haben wir 294 000 Euro heuer nicht – wie geplant – ausgegeben.“ Das ist Geld, das die Gemeinde laut Schönauer auf die Seite legt: „Das haben wir jetzt auf der hohen Kante.“ 

Mehrausgaben habe es aber auch gegeben: beim Abwasser. „Für die Kläranlage in Niklasreuth haben wir mehr gezahlt als geplant“, sagte der Bürgermeister. Der Grund: mehr Aufträge als Firmen. „Die Nachfrage bestimmt das Angebot“, fasste Thomas Stadler (FWG) zusammen. 

Bögl schlägt Erhöhung vor

Allgemein sei die Gemeinde bei Wasser und Abwasser leicht im Minus. „Wir sollten im Haushaltsplan 2016 über eine Erhöhung nachdenken“, erklärte Geschäftsleiter Josef Bögl. Damit die Kosten deckend wären, müsste der Wasserpreis von 1,20 auf 1,33 Euro erhöht und der des Abwasser von 1,70 auf 1,92 Euro hinaufgesetzt werden. 

„Unsere Leistungsfähigkeit hängt vom Ertrag der Wirtschaft ab“, betonte Schönauer. Die Gemeinde bestehe zu großen Teilen aus Landwirtschaft und Natur: 58,6 Prozent Landwirtschaft, 33 Prozent Wald und nur 0,8 Prozent der Fläche für Wohnen und 0,11 Prozent Gewerbe. „Das zeichnet unsere Gemeinde aber auch aus“, sagte Schönauer. Der Rest sind Straßen, Moor und Gewässer. 

Eigene Kollektion

Außerdem gebe es jede Menge Öko-Maßnahmen, um Energie einzusparen. „Ich denke, wir haben unsere Pflicht für die Natur mehr als erfüllt.“ 

Für das kommende Jahr hat sich der Rathaus-Chef folgendes Projekt vorgenommen: „Wir wollen versuchen, 2016 eine Kollektion aus eigenen regionalen Produkten zusammenzustellen.“ Dafür gebe es Honig, Kaffee, Käse, Schnaps und Schokolade – einfach alles, das aus dem Gemeindegebiet kommt. Eventuell soll auch ein Katalog dazu gedruckt werden, um die Leute aufmerksam zu machen.

Von Nina Probst

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