Routine sticht! Sechzig siegt dank Oldie-Toren bei Grünwalder-Rückkehr

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Ausgezeichnet: (v.r.) Zusammen mit Josef Kellner, Vorsitzender der Energiewende Oberland, enthüllt Bürgermeister Hans Schönauer das Schild, das Irschenberg als „Energiewendekommune 2015“ ausweist. Ulrich Hach (l.) und Landrat Wolfgang Rzehak gratulieren.

Vorbild

Große Verleihung: Irschenberg ist „Energiewendekommune“

Irschenberg - Irschenberg darf sich nun „Energiewendekommune 2015“ nennen. Mit zahlreichen gelungenen Projekten und steter Zusammenarbeit mit den Bürgern hat sich der Ort den Preis verdient.

Der bisherige Höhepunkt für die Gemeinde Irschenberg datiert ins Jahr 2005. Damals erhielt sie den Qualitätspreis des Bayerischen Wirtschaftsministeriums für die wirtschaftsfreundlichste Gemeinde Bayerns. „Doch nun haben wir einen neuen Höhepunkt erreicht“, sagte Hans Schönauer. Der Bürgermeister strahlte auf dem Irschenberger Kirchplatz den Worten von Landrat Wolfgang Rzehak zufolge – passend zum Thema – mit der Sonne um die Wette, als es galt, die von der Bürgerstiftung Energiewende Oberland ausgeschriebenen Auszeichnung „Energiewendekommune 2015“ entgegenzunehmen. Nach Fischbachau im Jahr 2013 ist Irschenberg der zweite Ort im Landkreis Miesbach, dem diese Ehre zu Teil wird. Gemeinde und Bürger würden aktiv, die Energiewende vorantreiben, hieß es in der Laudatio.

Die Sonnenenergie nutzt der Ort mit zahlreichen Fotovoltaik- und Solaranlagen. Die zweitmeisten im Landkreis hat Irschenberg vorzuweisen – nach Warngau. Auch die Neubaugebiete in Buchbichl, Bäckerleiten, Niklasreuth, Auerschmied und Pfarrleiten haben großen Anteil daran, dass Irschenberg den Preis erhielt. Dort entstanden vor allem viele Niedrigenergiehäuser. Auch im Feuerwehrhaus Reichersdorf und dem Gemeinschaftshaus in Niklasreuth wird die Energiewende groß geschrieben, wird hier doch mit einer Geothermie- beziehungsweise einer Pelletsanlage Energie gewonnen. Im Schulhaus läuft eine Hackschnitzelanlage, und das Sport- und Tourismus-Center in Wendling wurde als sogenanntes „Green Building“ errichtet. Ein solches Gebäude versorgt sich energetisch sozusagen selbst.

Strom sparen können die Irschenberger aber nicht erst seit gestern. Bereits seit 1999 läuft die Pflanzenkläranlage in Niklasreuth – ohne Strom, wodurch jährlich 11 000 Kilowattstunden eingespart werden.

Abseits des Themas Immobilien hat sich an der Wendlinger OMV-Tankstelle einiges getan. Auf dem Gelände befinden sich seit vergangenem Jahr unter anderem Ladestationen für Elektroautos. Die Auszeichnung „Energiewendekommune 2015“ ist also gleichermaßen ein Erfolg von Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft.

„Energiewende beginnt im Kopf“, erklärte Schönauer. Und idealerweise beginnt sie schon früh im Leben. So wie in Irschenberg. Dort haben Grundschüler im Schuljahr 2014/2015 das Jahresmotto „Energie- und Umweltschutz“ gesondert behandelt.

„Für alle anderen Gemeinden ist Irschenberg ein Vorbild“, sagte der Vorsitzende der Energiewende Oberland, Josef Kellner. „Vielleicht können auch sie dazu bewogen werden, mehr und mehr erneuerbare Energien einzusetzen“. Auch vom Vertreter der aus Termingründen nicht anwesenden Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Ulrich Hach, gab es anerkennende Worte für den Ort: „Wichtig ist nicht nur die Planung, sondern vor allem die Umsetzung eines solch großen Vorhabens. Und das hat Irschenberg gemeistert.“

hph

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