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Bei der Jahresversammlung der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen im Trachtenheim Irschenberg hatten Vorsitzender Michael Lechner (l.) und Geschäftsführer Gerhard Penninger (r.) dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer (2.v.l.), und Landrat Wolfgang Rzehak viel zu berichten.

Hauptversammlung in Irschenberg

Käfer und Klima beschäftigen Waldbesitzer

Ob Vorstand, Geschäftsführer oder Landrat: Am Klima und am Käfer kam bei der Jahresversammlung der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen im Trachtenheim Irschenberg keiner vorbei.

Irschenberg - Der Klimawandel und die damit einhergehende Trockenheit sowie die Käferplage stellen die Waldbesitzer vor große Aufgaben. „Neben der gebotenen Waldverjüngung, der noch intensiveren Pflege müssen auch die Jäger, Freizeitsportler und selbst die Spaziergänger ihren Beitrag leisten“, sagte Michael Lechner, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen (WBV): „Wir müssen den Wald zukunftsfähig machen.“

Immer mehr Waldpflege-Verträge konnten abgeschlossen werden. Auch das trage zur Verbesserung der Gesamtsituation bei. Geschäftsführer Gerhard Penninger wartete mit eindrucksvollen Zahlen auf. Im vergangenen Jahr konnten 113 805 Festmeter vermarktet werden – etwa 8000 mehr als im Vorjahr. Knapp 87 000 Festmeter davon war Nadelstammholz, gut 10 100 Festmeter Energieholz, fast 4500 Festmeter Industrieholz sowie knapp 570 Festmeter Laubstammholz. Besonders erfolgreich sei auch die Oberland-Wertholzsubmission am Jahresanfang 2018 gewesen.

Penninger berichtete, dass die MW Biomasse AG – die WBV zählt zu den sechs Gründern und Anteilseignern – bei den Waldbauern gut ankomme und insgesamt einen Ertrag von 1,174 Millionen Euro einbrachte. Die 18 Heizwerke der MW Biomasse haben 530 500 Schüttraummeter Hackschnitzel verarbeitet. Dadurch konnten 17 931 Tonnen CO2 beziehungsweise mehr als sechs Millionen Liter Heizöl eingespart werden. Vorsitzender Lechner und Geschäftsführer Penninger sind überzeugt, dass sie zusammen mit den Waldbesitzern einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Landrat Wolfgang Rzehak zeigte sich in seinem Grußwort von der Arbeit und dem Einsatz der WBV begeistert. Vor allem, weil der Landkreis Miesbach in diesem Bereich recht gut aufgestellt sei. Der Vorstandsvorsitzende der Bayrischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, hielt nicht nur das Kurzreferat „Die Tannenoffensive der Bayrischen Staatsforsten“, sondern sprach der WBV ebenfalls ein großes Lob aus.

Die WBV legt großen Wert auf Aus-, Fortbildung und Information ihrer Mitglieder. 24 Veranstaltungen, Motorsägen-Kurse und Vorführungen, gehören ebenso dazu wie eine Jagd-Ausbildung. Zu den Vorteilen der Mitglieder zählen zudem Sammelbestellungen von Forstpflanzen. In diesem Jahr ist für Mitte September die Drei-Tages-Lehrfahrt „Die Tanne“ nach Vorarlberg vorgesehen. Die Tagesfahrt zur Landesausstellung „Wald, Gebirge und Königstraum“ in Ettal findet voraussichtlich im August statt.

Manfred Merk

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