Mietwohnungen statt Bauernhof 

Irschenberg: Bald gibt es neuen Wohnraum

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Dem Vorhaben eines Landwirts, seinen alten Hof abzureißen und stattdessen Wohnraum zu schaffen, hat der Gemeinderat den Weg geebnet. Einstehen soll ein Haus mit fünf Mietwohnungen. 

Irschenberg - Wenn ein örtlicher Landwirt seinen Betrieb aufgibt, ist das selten eine gute Nachricht für eine Gemeinde. In Irschenberg stellte sich die Lage nun etwas anders dar. Dort nämlich will ein ausgesiedelter Bauer seinen alten Hof in Jedling abreißen und stattdessen ein neues Haus mit fünf Mietwohnungen errichten, wie Geschäftsleiter Josef Bögl auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet. Aus Rathaussicht eine begrüßenswerte Entscheidung: „Wir sind in Sachen Wohnungsbau eh ein bisschen im Rückstand“, erklärt Bögl. Auch die Träger öffentlicher Belange hatte nichts Wesentliches gegen die notwendige Bebauungsplanänderung einzuwenden, wie der Geschäftsleiter im Gemeinderat verkündete. Lediglich der Kreisbaumeister habe eine Drehung der Garage um 90 Grad angeregt. Dies sei aber laut dem Planer nicht umsetzbar, erklärte Bögl. „Das würde die Zufahrt blockieren.“ Zudem sei dann eine Tennenbrücke im Weg. Die äußere Gestaltung des Gebäudes kam dagegen gut an. Kein Wunder, meint Bögl: „Das Bauernhaus wird im gleichen Erscheinungsbild wie vorher wieder aufgebaut.“ Auch aus dem Gemeinderat gab es keine Kritik. Das Gremium beschloss den Bebauungsplan einstimmig als Satzung und schickte den Bauantrag ins Genehmigungsfreistellungsverfahren. Der Wohnungsmarkt in Irschenberg erhält damit in Kürze Zuwachs.

Rubriklistenbild: © dpa

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