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Irschenberg: Ein Jahr der Planung

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Von: Dieter Dorby

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Soll erneuert werden: das Irschenberger Klärwerk. Heuer stehen die Plaunungsarbeiten an.
Soll erneuert werden: das Irschenberger Klärwerk. Heuer stehen die Plaunungsarbeiten an. © Max Kalup

Mit der Verpachtung der Wirtschaft Zum Moar in Wilparting hat die Gemeinde Irschenberg eine große Aufgabe vom Tisch bekommen. Doch für 2022 stehen mit dem Klärwerk, der Starkregen-Strategie und der Schulhauserweiterung die nächsten Themen vor der Tür.

Irschenberg – Corona und der Starkregen im Juli sind zwei von drei großen Themen, die auf die Gemeinde Irschenberg im neuen Jahr warten. Hinzu kommt der Neubau der Kläranlage. Drei Projekte, die für die Kommune hohe Kosten bedeuten.

Aufgrund des Corona-Lockdowns hat die Gemeinde 2021 mit erheblich gesunkenen Gewerbesteuereinnahmen gerechnet. Das vergangene Jahr war folglich geprägt von Sparmaßnahmen. So wurden im Bereich Kindergarten und Schule einige geplante Arbeiten nicht ausgeführt. Dennoch sagt Meixner: „Viel verschoben haben wir nicht.“ Auch finanziell sieht es nicht so schlecht aus: „Wir sind noch verhältnismäßig gut weggekommen. Aber wir haben auch sehr vorsichtig gerechnet. Ich hätte es schlimmer erwartet.“

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Was 2022 bringt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Bei der Starkregen-Strategie der Gemeinde geht es jetzt erst in die Planungsphase der Bestandsaufnahme. Welche Maßnahmen und welche Kosten daraus resultieren, ist noch offen. Immerhin: Am Sportplatz und im Ortsteil Oberhasling hat es laut Meixner bereits die erste Begehung mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts gegeben, ebenso am Winterweg. „Bei den großen Problemzonen zum Hochwasser ist das Wasserwirtschaftsamt dabei“, erklärt Meixner. Die kleineren Eingriffe löse man mit dem Bauhof. Erste Notmaßnahmen mit Kosten in Höhe von 55 000 Euro seien bereits durchgeführt worden, namentlich ein Notgraben in Richtung Waldsiedlung, die Verbesserungen im Bachbett in Oberhasling sowie zahlreiche Straßenausbesserungsarbeiten und Grabenräumungen.

Schülerzahlen fehlen für Planung

Beim Neubau des Klärwerks folgt nun zum Jahresanfang die europaweite Ausschreibung für die Objektplanung. 2022 stehen hauptsächlich Planung, Genehmigung und die Verteilung der Kosten auf Extrabeiträge und Gebührenerhöhungen im Fokus. Die ersten Betonarbeiten sind für Herbst 2023 zu erwarten. Die Hauptbautätigkeit ist für 2024 vorgesehen.

Erweiterung des Schulhauses bleibt Thema

Darüber hinaus ist die Erweiterung des Schulhauses weiterhin ein Thema, sagt Meixner. Denn für die derzeit 108 Schüler wurde bereits 2021 ein neues Klassenzimmer geschaffen. Weitere zusätzliche Raumlösungen seien derzeit zwar nicht notwendig, aber dennoch plane die Gemeinde für die künftigen Jahre, die Infrastruktur zu verbessern. Die Rede ist von einer Aufstockung oder einer Erweiterung – eventuell durch eine Container-Lösung auf dem Schulgelände. Mögliche Standorte wären der Parkplatz zwischen Schulhaus und Turnhalle oder der Pausenhof. „Uns fehlen aber noch die Zahlen zur Schülerentwicklung“, sagt Meixner.

Schwierige Baulandgewinnung

Auch die Baulandgewinnung bleibt für die Gemeinde ein Thema. Laut Meixner gebe es mehrere Gespräche mit Grundstückseigentümern. Da die derzeitige Marktlage aber nicht sehr förderlich für Investitionen der Gemeinde ist, werden weitere Einheimischenlösungen erst möglich, wenn sich greifbare Kaufangebote ergeben. Deutlich konkreter ist der Breitbandausbau. 2022 steht der Einstieg in die Programme Gewerbeförderung, Bayern-WLAN und Graue-Flecken-Programm an. Beim Höfe-Bonus stehen für die Gemeinde noch Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus.

Der Jahreswechsel

ist Gelegenheit, nach vorne zu blicken. Was wird 2022 trotz der andauernden Pandemie möglich, was muss aus finanziellen und coronabedingten Gründen gestrichen werden? Wir haben uns in den Rathäusern umgehört.

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