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Ein Star zum Anfassen: Max Mutzke bei seinem Aufrtritt in Irschenberg.

Publikum spendet begeisterten Applaus

Irschenberg Festival: Max Mutzke sorgt für fulminanten Auftakt

Einen fulminanten Start legte das Irschenberg Festival 2018 hin. Max Mutzke und Monopunk eröffneten die Konzertserie im Zirkuszelt und boten Musik, die direkt unter die Haut ging. Dafür gab‘s tosenden Applaus.

Irschenberg – Den lautstarken Beifall wird vor allem Tom Janko vom Veranstalter Crossgammy gern gehört haben. Fast ungläubig hatte er den namhaften Musiker zwei Stunden zuvor angekündigt und von seinen anfänglichen Zweifeln berichtet. „Max Mutzke, Christina Stürmer, solche Leute bekommen wir als kleines Festival doch nie. Aber Kathrin schafft das“, freute sich Janko in seiner Begrüßung über das Händchen seiner Agentur-Partnerin Kathrin Weimar. Dass sich Irschenberg inzwischen einen Namen unter Künstlern gemacht hat, dürfte ihr in die Karten spielen.

Am Mittwoch machte Keyboarder Maik Schott den Anfang. Er spielte allein, während sich die letzten Zuhörer noch einen Platz suchten. Als Max Mutzke dann auf die Bühne kam, hielt es viele nicht mehr auf den Sitzen. Gleich bei „Catch Me If You Can“ war die Arena in Bewegung und das Publikum sang kraftvoll mit. Von Anfang an waren Bühne und Publikum im Dialog miteinander. Unten sangen, klatschten und tanzten die Leute mit. Oben bot der stimmgewaltige Sänger mit der beeindruckenden Bühnenpräsenz eine mitreißende Show. Zumeist unterstrich er dabei mit mindestens einem Percussion-Instrument seinen Gesang.

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Bald plauderte der Schwarzwälder mit der Schiebermütze mit dem Auditorium. „Wahnsinn! Irgendwas muss hier im Essen sein. Es ist krass, wie Ihr von Anfang an abgeht“, rief er nach einem gemeinsam gesungenen    „I owe You“ in die Menge. „Ihr hört Euch an wie 2000!“ Die Atmosphäre war locker, die Musik ging unter die Haut, fuhr vielen direkt in die Beine. Wer sagt, dass Männer nicht gerne tanzen, wurde hier eines Besseren belehrt. Sie brauchen einfach nur die richtige Musik.

Die kam bei Mutzke und den drei Musikern von Monopunk vom Album „Max“ und war ein kraftvolles Gemisch aus Pop, Soul und Funk. Mal tief, mal hoch, mal klar, mal fast schrill kamen die Texte mit einer extrem vielseitigen Stimme daher. Dazu gab Tobias Held mit dem Schlagzeug den Puls vor und begeisterte mit einem langen Solo. Klar und pointiert spielten Bassist Danny Samar, der später bei Loungemusik unterm Sternenhimmel ein von den Frauen umschwärmter Partner für Selfies war, und Schott, der mit seinem Keyboard später am Abend bei „Charlotte“ mit Mutzke in den Dialog zwischen Gesang und Instrument trat.

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Es war ein ausgelassenerer Abend. Aber auch ein tiefer gehender mit ernsthaften Gedanken und einem Appell an die Vielfalt der Kulturen und eine bunte Gesellschaft. Wie eindimensional wäre Deutschland, wenn wir nur auf Eigenes zurückgreifen könnten, meinte Mutzke als Erklärung für „Unsere Nacht“. Die Zustimmung aus dem Publikum war ihm, der immer wieder betonte, „wie schön das hier bei Euch ist“, gewiss.

Für die Konzerte am Wochenende – Quadro Nuevo meets Cairo Steps am Freitag, Dreiviertelblut am Samstag und Christina Stürmer am Sonntag – gibt es übrigens noch Restkarten.

Heidi Siefert

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