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Der Kirchturm wird saniert: Pfarrer Tadeusz Kmiec-Forstner freut sich über das Signal zum Beginn der Baumaßnahme aus dem Ordinariat.

Nach zwei Jahren Wartezeit

 Irschenberg: Ordinariat bewilligt die Kirchturm-Sanierung

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Lange musste der Pfarrverband Irschenberg auf die Entscheidung warten, nun gibt es grünes Licht: Der von Feuchtigkeit stark beschädigte Kirchturm wird saniert. Ein schwieriges Projekt, das fachlich und finanziell anspruchsvoll ist.

Heute ist es auf den Tag genau zwei Jahre her, dass die Glocke von Irschenberg zum letzten Mal läutete. Seitdem erfolgen die Stundenschläge mit dem elektronisch gesteuerten Hammer – wegen der Sicherheit: Die Schwingungen könnten sich fatal auf das durch Feuchtigkeit geschädigte Mauerwerk auswirken (wir berichteten).

Irschenberg: Ordinariat bewilligt die Sanierung des Kirchturms

Nun soll die Baustelle hoch über den Dächern von Irschenberg angegangen werden. Das Bauamt des Ordinariats hat sich vergangene Woche ein Bild von den Schäden gemacht und den sofortigen Start bewilligt. Für Pfarrer Tadeusz Kmiec-Forstner eine gute Nachricht: „Wir sind sehr froh, dass es nun losgeht.“ Und zwar ohne Zeitverzögerung: Bis der Sanierungsauftrag an eine Firma vergeben ist, wird die Baustelle schon vorbereitet. Architekt und Projektsteuerer sind bereits gefunden. Dabei steht der Kostenrahmen noch nicht fest. Klar ist nur: Die bereits bewilligten rund 520 000 Euro werden nicht ausreichen – ein Nachtrag ist notwendig, den die Kommission im Ordinariat Ende September besprechen wird.

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Damit beginnt eine schwierige Arbeit. Wie berichtet, hat der Kalktuffstein vor allem auf der Wetterseite im Westen Feuchtigkeit gezogen. Die Folge: Die Fugen wurden weich und bröselig, vereinzelt fielen Steine herab. Die Pfarrei reagierte umgehend, als sie vor zwei Jahren den Schaden entdeckte und sicherte den Turm unten mit einem Bauzaun. Zudem wurde ein Gerüst aufgebaut, um die angegriffenen Flächen vor Feuchtigkeit zu schützen. Das hat laut Pfarrer Tadeusz funktioniert. Die Seite ist trocken, aber die Schäden bleiben.

Fugen und Steine müssen erneuert werden

Deshalb müssen nun auf der Westseite und der angrenzenden Nord- und Südseite die Fugen erneuert und teilweise Steine ausgetauscht werden. „Das ist eine aufwendige Maßarbeit“, sagt der Geistliche. „Man muss Stein für Stein prüfen, welcher gewechselt oder repariert werden muss.“ Nicht zu vergessen das Austauschen der Fugen. Gearbeitet werde durchgehend – im Winter ist das Innere des Turms dran. Und auch in der Sakristei gebe es Probleme mit der Feuchtigkeit, die zu beheben seien.

Auch in Frauenried und Wilparting gibt es Baustellen

Doch das ist nicht die einzige Baustelle im Pfarrverband. In Frauenried wird ab 7. Oktober die Pfarrkirche Mariä Geburt begast – das Problem mit dem Holzwurm wird zu groß. Drei Wochen ist das Gotteshaus dann geschlossen – eine Woche für den Gaseinsatz, zwei fürs Auslüften. Während dieser Zeit wird auch der Eingangsbereich renoviert, die nicht mehr historische Tür der historischen anpasst und die Denkmaltafel restauriert.

All das bedeutet Ausgaben, an denen sich der Pfarrverband beteiligen muss. Teuer wird auch die anstehende Renovierung der Orgel in Wilparting. Pfarrer Tadeusz rechnet mit bis zu 20 000 Euro – und die muss die Pfarrei komplett allein tragen.

ddy

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