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Irschenberg: Polizei stoppt Sattelzug-Fahrer wegen „Raserei“ - Überholverbot missachtet

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Von: Jonas Napiletzki

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Die Polizei musste mehrmals zu Glätte-Unfällen ausrücken.
Die Autobahnpolizei Holzkirchen hat einen rasenden Sattelzug-Fahrer am Irschenberg gestoppt (Symbolbild). © dpa

Ein auch für die Polizei außergewöhnlicher Fall von „Raserei“ kam den Beamten am Irschenberg unter. Dort hatte ein Sattelzug verbotswidrig überholt und war zu schnell unterwegs.

Irschenberg – Beamte der Autobahnpolizei Holzkirchen haben einen unvorsichtigen Lkw-Fahrer am Irschenberg gestoppt. Der 65-jährige Insasse hatte verbotswidrig überholt – und war offenbar nicht zum ersten Mal zu schnell unterwegs. Den „außergewöhnlichen Fall“ betitelt die Polizei als „Raserei“. Denn: Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Lkw in den vergangenen rund drei Stunden insgesamt fünfmal die Höchstgeschwindigkeit massiv übertreten hatte. Dabei sei der Fahrer fast an die 110 km/h herangekommen. Erlaubt wären für den Sattelzug aber nur 80 km/h gewesen.

Geschwindigkeiten bis fast 110 km/h

Wie die Polizei berichtet, erwischte die Sreife den polnischen Lkw am Freitagmorgen, 20. Januar, gegen 7.30 Uhr beim Überholen mehrerer anderer Lkws, die sich ordnungsgemäß auf dem rechten Fahrstreifen eingeordnet hatten. An der Steigung in Fahrtrichtung Salzburg gilt ein Überholverbot für Lkws. „Das Überholmanöver brachte dem 65-jährigen osteuropäischen Fahrer aber nichts, da er an der Anschlussstelle Irschenberg von den Beamten zur Kontrolle und Beanstandung gestoppt wurde“, schreibt die Polizei.

Im Zuge der Kontrolle sei auch das im Lkw verbaute Kontrollgerät, welches unter anderem die gefahrene Geschwindigkeit der Zugmaschine aufzeichnet, ausgewertet worden. Über das Ergebnis hätten die Beamten nicht schlecht gestaunt, da es sich bei dem 65-Jährigen mit seinem Scania offensichtlich um jemanden gehandelt habe, der es besonders eilig hatte. „So konnten im Zeitraum von rund drei Stunden vor der Kontrolle insgesamt fünf massive Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden.“ Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für den Sattelzug wäre auf der Autobahn 80 km/h – die Verstöße reichten aber jeweils fast an die 110km/h heran.

Sicherheitsleistung von 600 Euro hinterlegt

Aufgrund der Häufung der Verstöße zusammen mit dem verbotswidrigen Überholen musste der Lkw-Fahrer noch vor Ort eine Sicherheitsleistung von 600 Euro hinterlegen, bevor er seine Fahrt vorsetzen durfte. nap

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