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Zwei Violinen und eine Lobeslied: Die Werke der Irschenberger Geigenbauer dienten am Neujahrsemfpang als Beispiel für die Tüchtigkeit der Gemeinde.

“Alles wird immer besser“

Irschenberg: Das sagte Bürgermeister Hans Schönauer beim Neujahrsempfang

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Wohlstand, Investitionen, Vollbeschäftigung – Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer blickt zufrieden zurück. Er erinnert aber auch an die Bedeutung der offenen Gesellschaft.

Irschenberg – Entspannt ging es zu beim Neujahrsempfang im Trachtenheim Irschenberg. Das lag an der humorvollen Rede von Bürgermeister Hans Schönauer, aber auch daran, dass der Rathauschef nichts ernsthaft Schlechtes über das vergangene Jahr zu berichten hatte.

Irschenberg: Das sagte Bürgermeister Hans Schönauer beim Neujahrsempfang

Irschenberg wächst und gedeiht. 4,5  Millionen Euro hat die Gemeinde im Jahr 2018 in die Zukunft investiert ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen. Dafür wurden unter anderem der Kindergarten eröffnet, ein Feuerwehrfahrzeug gekauft sowie die Netze für Wasser- und DSL verbessert. „Unsere Bilanz kann sich sehen lassen“, meint Schönauer. „Das verdanken wir der harten, klugen Arbeit der Gemeinderäte.“

Von der profitiere auch der Arbeitsmarkt. Nur 27 Irschenberger haben derzeit keine Jobs. Das sind weniger als ein Prozent. Auch die Wirtschaft wächst. Seit dem Jahr 2002 stiegen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer von 660 000 Euro auf 1,9 Millionen – trotz Finanzkrise. Geht es nach Schönauer, setzt sich diese Entwicklung fort: „Betriebe, Einnahmen und Arbeitsplätze zu sichern, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates.“

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Irschenberg: Wachstum und Heimatschutz sollen kombiniert werden

Trotzdem schütze die Gemeinde die Heimat, betont der Gemeindeoberste. Der Anteil bebauter Fläche gehöre bayernweit zu den niedrigsten: 97,2 Prozent Irschenbergs seien Naturfläche. Da könne man sich nicht über jeden beschweren, der ein Haus baut. „Auch die, die hier wohnen, haben einmal gebaut. Die Jugend und andere Menschen brauchen auch einen Platz zum Leben.“

Selbst zwischenmenschlich geht es Irschenberg gut. 30 Paare heirateten letzte Jahr, sieben feierten goldene Hochzeit. Drei Ehen halten schon seit 60 Jahren. Die älteste Irschenbergerin ist 106 Jahre alt. Die Geburten überstiegen die Todesfälle.

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Irschenberg: Erfolg dank vieler Helfer

Dass die Politik für diese Erfolge nicht allein verantwortlich ist, weiß auch Schönauer. „Ohne unsere Vereine und vielen Ehrenamtlichen wäre die Gemeinde tot.“ 40 Irschenbergern dankte der Rathauschef deswegen für ihr ehrenamtliches Engagement oder ihre guten Leistungen in Bildung, Sport und Wirtschaft. Unter ihnen waren auch die beiden Geigenbauer Wiebke van der Wall und Verena Schlegel, deren Violinen während der Veranstaltung symbolisch für die Tüchtigkeit der Irschenberger auf der Bühne standen.

Diese positiven Berichte nutzte Schönauer für ein Appell. Unsere Zeit brauche Mutmacher, nicht Schlechtredner, erinnerte der Rathauschef. Lebenserwartung, Wohlstand und Sicherheit seien so gut wie noch nie. Statistisch müssten wir 114 Jahre leben, um ein Mal überfallen zu werden. „Sogar Silbereisen und Hinterseer haben wir überstanden.“ Auch in Zukunft werde alles langsam immer besser werden – wenn die Menschen weiter miteinander arbeiten, nicht gegeneinander.

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