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Irschenberg: So will die Gemeinde künftige Hochwasser durch Starkregen verhindern

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Von: Dieter Dorby

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Land unter: Nach dem Starkregen war das Fußballfeld des TSV Irschenberg überflutet.
Land unter: Nach dem Starkregen war das Fußballfeld des TSV Irschenberg überflutet. © Michael Radzynski

Irschenberg – Die Starkregen- und Hochwasserereignisse vom 26. Juli dieses Jahres haben in Irschenberg Spuren hinterlassen – in der Natur, aber auch an Gebäuden und Straßen. Der finanzielle Schaden war hoch, und die Sorge ist groß: Was passiert im nächsten Sommer?

Um künftig das Ausmaß möglicher Schäden zu verringern, will sich die Gemeinde nun am „Sonderförderprogramm gegen Sturzfluten“ beteiligen, das das bayerische Umweltministerium anbietet. Der Gemeinderat gab dazu in der Sitzung am Montagabend seine uneingeschränkte Zustimmung.

Mit dem Sonderförderprogramm unterstützt das Umweltministerium seit 2017 Kommunen bei der Vorsorge. Es ermöglicht Gemeinden, maßgeschneiderte Konzepte für den bestmöglichen Hochwasserschutz zu entwickeln. Gerade kleine Kommunen, für die Sturzfluten eine existenzielle Bedrohung sein können, sollen sich so besser aufstellen können. Denn die Hochwassergefahr geht nicht nur von kleinen Gewässern aus, sondern auch von sogenanntem wild abfließendem Wasser. Genau das hat in Irschenberg heuer eine Vielzahl an Schäden verursacht.

Kommandanten der Feuerwehren benennen Gefahrenpunkte

Die Gemeinde hat im Zuge dieses Programms zunächst eine Abfrage bei ihren drei Feuerwehren gestartet. Während aus dem Ortsteil Reichersdorf lediglich der Bereich Winkel genannt wurde, verwies man in Niklasreuth auf die Alte Gemeindestraße. Deutlich umfangreicher war der Katalog aus Irschenberg, der sich deutlich an der Einsatzliste vom Juli orientierte. Neben den Ortsteilen Loiderding, Ober- und Niederhasling, Schlachtham sowie Auerschmied wurden unter anderem noch der Winterweg, das Caritas Kinderdorf, die Anlage des TSV, der Pendlerparkplatz und die Waldsiedlung genannt.

Problemzonen definiert

Das gesamte Gemeindegebiet als Risikozone zu benennen, macht laut Michael Fellner vom Bauamt aber keinen Sinn. Dies mache die bezuschussten Untersuchungen zu teuer im Verhältnis zum Nutzen. Fellner rechnet mit 50.000 bis 100.000 Euro, die die Gemeinde selbst für die Untersuchung aufbringen muss.

Wobei erst noch im Dialog mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim zu klären ist, ob Irschenberg für eine solche Untersuchung infrage kommt oder ob der Aufwand zu unverhältnismäßig ist. Als zu untersuchende Gebiete wurden die Ortsteile Irschenberg mit Waldsiedlung, Oberhasling, Niklasreuth (Kläranlage), Reichersdorf (Winkel) und Auerschmied festgelegt.

ddy

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