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Die Fertigstellung lässt auf sich warten: Die neue Kindertagesstätte in Irschenberg ist erst im September bezugsfertig.

Kinder müssen warten

Irschenberg: Warum sich der Einzug in die Kindertagesstätte wieder verschiebt

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Wieder verzögert sich die Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Kindertagesstätte in Irschenberg. Wann soll es endlich losgehen?

Irschenberg – Es oblag dem Zweiten Bürgermeister Klaus Meixner (CSU), im Gemeinderat die Mini-Hiobsbotschaft zu verkünden: Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus, den die Gemeinde neben der bestehenden Caritas-Kindertagesstätte Farbenfroh errichtet, verzögert sich erneut. „Wir schaffen es auch nicht bis Ende Mai“, berichtete Meixner, dessen Zimmerei am Bau beteiligt ist. Das Problem: Alle Handwerksbetriebe seien ausgebucht. Und bei baulichen Verzögerungen entstünden Lücken, die nicht umgehend zu schließen seien. Immerhin, ergänzte Meixner – und das ist die gute Nachricht: „Alle Kinder sind trotzdem versorgt.“

Dies bestätigt Petra Schubert. Die Leiterin der Kita Farbenfroh, die aktuell 114 Kinder betreut, sieht die erneute Verzögerung – ursprünglich war die Fertigstellung für Januar 2018 geplant – deshalb gelassen: „Wir wollten keine Notlösung. Deshalb haben wir jetzt den Termin nach hinten verschoben, um den Druck rauszunehmen.“ Über die Sommerferien habe man nun Zeit – bis Ende August.

Lesen Sie mehr: Schon die Baugenehmigung für den Kindergarten war kompliziert

Damit bleiben die Hortkinder bis zum Ende des Schuljahres in der Grundschule untergebracht und die Vorschulkinder im Kinderdorf. Damit vermeide man auch unnötige Unruhe in der Abschlussphase des Kindergartenjahres. Außerdem hätten sich die Provisorien eh gut entwickelt. Bereits vor vier Jahren wurde eine Gruppe des Kindergartens in das gegenüberliegende Kinderdorf ausgelagert. Und bereits seit zwei Jahren erfolgt die Betreuung der Schulkinder in der Schule.

Hauptproblem beim Neubau sind die Außenanlagen. Hier ist noch nichts angelegt. Innen dagegen sehe es schon ganz gut aus, sagt Schubert. Die ersten Möbel seien schon da. „Das ist ein großer Vorteil, dass wir nicht umziehen müssen, sondern das Haus neu einrichten können“, stellt die Leiterin fest. So laufe der Betrieb im alten Gebäude normal weiter.

Im neuen Kindergartenjahr werden die Außenstellen aufgelöst. Krippe, Hort und zwei Kindergartengruppen ziehen dann ins neue Gebäude. Insgesamt betrachtet habe die Kindertagesstätte noch etwas Luft, um sich entwickeln zu können. „Es wurde bewusst etwas größer gebaut, weil die Nachfrage wächst“, sagt Schubert – nicht nur in Irschenberg, sondern auch in der Umgebung. Die Priorität liege aber bei der Unterbringung der Kinder aus Irschenberg. Außerdem sollen auch noch Anmeldungen während des Kindergartenjahres berücksichtigt werden können – sei es für Kinder im Kinderdorf, neu zugezogene Familien oder der Beginn der Berufstätigkeit. „Es tritt ja nicht jeder seinen Job zum 1. September an.“

ddy

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