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Besteht aus vielen, vielen kleinen Weilern: Irschenberg. 

Breitbandausbau

Irschenberg will mit Bonus-Programm schnelles Netz für Bauernhöfe

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Der Breitbandausbau macht in Irschenberg Fortschritte. Der Gemeinderat hat dem mittlerweile dritten Förderprojekt des Freistaats – dem Höfe-Bonusverfahren – grünes Licht gegeben.

Irschenberg – Dieses neue Programm ergänzt die beiden vorangegangenen und soll mit einer Fördersumme von ebenfalls 940 000 Euro bei einer Förderquote von 80 Prozent den Anschluss möglichst vieler abgelegener Ortsteile und Weiler ans Glasfasernetz ermöglichen. Das Verfahren startet wie üblich mit der Markterkundung, also mit der Suche nach Bewerbern, die sich für den Ausbau interessieren.

Wie Michael Müller vom Planungsbüro Corwese, das die Gemeinde beim Breitbandausbau berät, erklärt, bestehe die Herausforderung darin, mit den Fördermitteln den bestmöglichen Ausbau in der Flächengemeinde hinzubekommen. Dazu erfolgt die staatliche Unterstützung auf mehreren Stufen. Wie berichtet, wurden zunächst vom Bund Fördermittel vergeben, damit die Gemeinde in die strategische Planung für den Glasfaserausbau einsteigen konnte. Hierzu gab es 50 000 Euro brutto.

Im Anschluss folgten zwei Förderverfahren des Freistaats, bei denen es um konkrete Baumaßnahmen geht. Das erste über 940 000 Euro wird derzeit mit der Telekom durchgeführt. Laut Gemeinde werden bis März 2018 etwa 30 Kilometer Kabel verlegt. Die Baustellen sind laut Müller über das gesamte Gemeindegebiet verstreut, liegen aber in den größeren Ortsteilen. „Das Ziel ist es, dass wir mit möglichst wenig Aufwand großen Erfolg erzielen.“ Bis spätestens September 2018 muss der Förderantrag eingereicht sein. Danach läuft das Verfahren aus.

Die zweite Ausbaustufe versorgt im Kern die Ortsteile Buchbichl und Niklasreuth, also jenen Bereich, der aufgrund des zwischenzeitlichen Zuschlags an die Valleyer Firma Avacomm beim ersten Verfahren geblockt war und daher nicht berücksichtigt werden konnte. Laut Müller fallen auch Bereiche wie Groß- und Kleinhub, Ziegelhaus und Giglberg am Seehamer See darunter. Hierfür läuft noch die Angebotsfrist. Es werden etwa 50 Prozent der Mittel aus dem ersten Förderverfahren eingesetzt.

Der weitere Zeitplan beim Glasfaserausbau ist offen. Das Problem liege darin, Tiefbaufirmen zu bekommen, erklärt Müller: „Aktuell sind alle ausgebucht. Der Markt ist total überhitzt.“ Deshalb wurde auch seitens des Freistaats die Frist zur Umsetzung von einem auf bis zu zwei Jahre verlängert. Er schätzt, dass das erste Verfahren im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein sollte – „vielleicht auch schon im Herbst 2018, wenn das Wetter mitspielt“.  ddy

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