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Das war knapp: Star-Trompeter Till Brönner (l., im Duo mit Bassist Peter Ilg) hätte es beinah nicht zum Finale des IrschenBergFestivals geschafft, weil er es nicht rechtzeitig zum Flieger schaffte.

Ein spannendes Finale und hohe Ansprüche

IrschenBergFestival: Organisatorin im Interview

Zum vierten Mal hat das IrschenBergFestival heuer stattgefunden. Die Bilanz: 5000 Besucher an fünf Abenden. Wir haben mit Kathrin Weimar über diese Entwicklung gesprochen. 

Irschenberg – Star-Trompeter Till Brönner hat das Finale geblasen: Am Sonntag ist mit seinem Konzert mit Peter Ilg das vierte IrschenBergFestival zu Ende gegangen. Der Auftritt stand auf der Kippe, weil Brönner den Flug nach München nicht kriegte: Auf dem Weg zum Flughafen Leipzig stand er hoffnungslos im Stau. Die Organisatoren Kathrin Weimar und Tom Janko schwitzten Blut und Wasser – und setzten alle Hebel in Bewegung, damit Brönner doch noch ins Zirkuszelt an der Kaffeerösterei Dinzler kommt. „Das wäre sonst ein Desaster gewesen“, sagt Weimar. Sie schafften es tatsächlich, dass der Flieger wartete, bis Brönner drin saß. „Wir hätten auch einen Privatjet organisiert“, sagt Weimar. Einsatz ist eben alles. Wie das Festival, das heuer an fünf Abenden insgesamt 5000 Besucher nach Irschenberg lockte, sich entwickelt hat, darüber sprachen wir mit der Organisatorin im Interview.

Das IrschenBergFestival hat heuer zum vierten Mal stattgefunden und hat sich fest im Kulturkalender im Landkreis etabliert. Sind sie da ein bisschen stolz drauf?

Das ist schon toll, ja. Wir hatten fünf ausverkaufte Konzerte, das erste war schon nach eineinhalb Monaten ausverkauft. Da ist für uns schon ein Traum in Erfüllung gegangen.

Aus welchem Raum kommt das Publikum denn inzwischen?

Aus der ganzen Region, vom Tegernsee, aus München und Traunstein. Aber auch aus Innsbruck und Augsburg waren Besucher da. Im Online-Ticketshop hatten wir sogar drei Verkäufe in Moskau – wie auch immer es dazu kam (lacht). Aber der Raum hat sich schon sehr erweitert.

Die Namen, die beim IrschenBergFestival auftreten, sind natürlich auch keine unbekannten. Hat das Festival damit eine Marktlücke getroffen?

Hm, Marktlücke... Vielleicht auch. Irschenberg liegt sehr zentral, und es ist nicht so ein riesengroßes Festival wie in Rosenheim, mit 8000 Leuten. Das IrschenBergFestival ist klein und fein, gemütlich eben. Die Firma Dinzler sorgt für das kulinarische Angebot, es gibt Unterhaltung zum Beispiel mit Clowns.

Der Erfolg beim Publikum gibt Ihnen recht. Hätten Sie damit am Anfang gerechnet, als Sie das erste IrschenBergFestival 2014 veranstaltet haben?

Wir planen von Jahr zu Jahr und freuen uns immer wieder, wenn etwas ausverkauft ist. Aber gerechnet haben wir damit nicht.

Was die Qualität der Künstler betrifft, liegt die Latte ja schon sehr hoch.

Und die wird auch so hoch bleiben. Wir haben fürs nächste Jahr schon wieder einige tolle Künstler, aber das ist noch top secret, solange die Verträge noch nicht fertig sind. Und wir haben noch ein paar Wunschkandidaten. Mittlerweile fragen Künstler schon bei uns an, das freut uns natürlich sehr. Das spricht sich rum, dass es hier eine schöne Terrasse mit toller Aussicht, gutes Essen und gute Betreuung gibt.

Wie geht es mit dem IrschenBergFestival denn weiter? Bleibt es bei der bisherigen Ausrichtung? Was planen Sie?

Es soll so bleiben, wie es ist. Wir haben ein bunt gemischtes Programm, mit Comedy auf jeden Fall, auch mal mit klassischer Musik. Es ist für jeden etwas dabei, und das wollen wir auch so beibehalten.

Das Gespräch führte Katrin Hager

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