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Irschenbergs Bürgermeister Meixner begrüßt Wegfall der Altersgrenzen - auch für sich selbst?

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Von: Dieter Dorby

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Klaus Meixner
Irschenbergs Bürgermeister Klaus Meixner © THOMAS PLETTENBERG

Ruhestand oder noch eine Amtsperiode dranhängen? Für einige Landräte und hauptamtliche Bürgermeister bedeuten die neuen Pläne von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) völlig neue Perspektiven – ebenso wie für manche designierte Nachfolger in den Startlöchern.

Irschenberg – Mit der angekündigten Abschaffung der Altersgrenze ist künftig auch eine Kandidatur möglich, selbst wenn man am Tag des Beginns der Amtszeit das 67. Lebensjahr bereits vollendet hat. Dies ist die bisherige Altersgrenze. Eine Konstellation, die auch für Klaus Meixner (CSU) zutrifft. Wir fragten Irschenbergs Bürgermeister, ob er 2026 nun wieder antreten will.

Herr Meixner, wie es aussieht, könnten Sie bei der nächsten Kommunalwahl wieder antreten. Ist das für Sie ein Thema?

Meixner: Das ist ja erst 2026. Da ist noch viel Zeit hin, da kann ich noch nichts sagen.

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Wie alt wären Sie dann? Die nächste Kommunalwahl dürfte im März 2026 stattfinden, Amtsantritt wäre üblicherweise der 1. Mai.

Meixner: Meine Situation ist vergleichbar mit der des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter. Ich bin im Dezember 1958 geboren und wäre dann bei der Wahl 67 Jahre alt. Ich wäre also nur wenige Monate darüber.

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Halten Sie es als hauptamtlicher Rathauschef für sinnvoll, dass die Altersgrenze für Landräte und hauptamtliche Bürgermeister in Bayern aufgehoben werden soll?

Meixner: Ja, ich denke schon, dass das sinnvoll ist. Bei ehrenamtlichen Bürgermeistern gibt es eine solche Altersbegrenzung ja auch nicht. Diese unterschiedliche Behandlung ist nicht zu verstehen.

Rente oder Rathaus?

Stimmt: Artikel 39 des Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes sieht bei ehrenamtlichen Bürgermeistern keine Altersbegrenzung vor, aber bei hauptamtlichen schon.

Meixner: Außerdem gibt es ja auch andere Bundesländer, die diese Altersgrenze nicht haben. Das ist uneinheitlich geregelt. Insgesamt denke ich, dass das vom Wähler bei der Wahl entschieden werden soll, nicht durch ein Gesetz.

Das Leben genießen nach einem langen Arbeitsleben oder sechs Jahre dranhängen, weil die Arbeit im Rathaus Spaß macht: Wohin tendieren Sie?

Meixner: Ich würde beides für mich in Anspruch nehmen: Spaß am Ruhestand, aber auch Spaß an der Arbeit.

ddy

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