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Denkt schon über Schilder nach: Hans Schönauer im Bayerischen Rundfunk.

So weit ist das Projekt schon

Schönauers Mitfahrbänke: Jetzt berichtet auch der BR

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Irschenberg - Die originelle Idee des Irschenberger Bürgermeisters hat es auch ins Fernsehen geschafft: Die Abendschau berichtet. Inzwischen nehmen die Bänke Gestalt an.

Die Mitfahrbänke in Irschenberg haben es am Mittwochabend in die BR-Abendschau geschafft. Und Hans Schönauers Projekt macht inzwischen auch Fortschritte, auch wenn eine Probleme bis heute nicht gelöst sind: Zwei der Bänke wurden bei den Oberlandwerkstätten in Gaißach in Auftrag gegeben. Ein Anfang, wie es in dem TV-Beitrag heißt. Genutzt werden sollen die 12.000 Autos, die dem BR zu Folge täglich durch Irschenberg fahren. Eine stolze Zahl für einen so kleinen Ort. Übrigens: Der BR war es auch, der Schönauer überhaupt auf die Idee gebracht hat.

"Die Anbindung ist dürftig"

Doch wer kein Auto hat, bleibt sitzen. „Die Anbindung ist dürftig“, gibt auch der Bürgermeister in dem Beitrag zu. Wer darunter leidet, sind vor allem ältere Menschen und Kinder. Und letztere steigen jetzt auch ein in das Projekt der Mitfahrbänke. Die Schüler im Förderzentrum Irschenberg überlegen sich, wie die beiden Bänke aussehen könnten. Bunt und auffällig sollen sie sein, das machen die Zeichnungen der Kinder deutlich. 

Ein Mädchen malt auch ein Stopschild auf die Bank. Stop mache klar, dass der vorbeikommende Fahrer anhalten soll. Wer schließlich auf der Bank sitzt, möchte auch mitgenommen werden. Ist doch klar. Auch Lehrerin Stefanie Ascher steht hinter der Idee, die auch für die Kinder einen Vorteil bringen würde. „Die wollen ja auch selber nach Miesbach und sie nutzen, die Mitfahrbank." Hier gibt's den Bericht zum Nachschauen.

Probleme bleiben ungelöst

Die bereits angesprochenen Bedenken stehen aber immer noch im Raum. „Was ist, wenn ein Unfall ist? Was, wenn jemand betrunken fährt?“ Irschenbergs Bürgermeister hat darauf noch keine Antwort. Trotzdem sollen die beiden Bänke bald stehen. Schön, wenn es klappt. Wenn nicht, auch kein Problem. Dann werden die Bänke an Spazierwegen zum Ausruhen aufgestellt. 

Ob die Irschenberger die Bänke nutzen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Zu verlieren hat Schönauer mit seinem kleinen Projekt jedenfalls nichts. Und wer weiß? Wenn auf der Bank eine ältere Dame sitzt, die man von schon aus der Kirche kennt, oder wenn da die Freundin eines Freundes der Schwester steht – wieso nicht anhalten und einsteigen lassen? Zeit sollte man wohl auf jeden Fall mitbringen.

nip

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