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Feierliche Übergabe: Architekt Christoph Wagner (2.v.r.) überreichte Kindertagesstättenleiterin Petra Schubert im Beisein von Bürgermeister Hans Schönauer (l.) und Pfarrer Tadeusz Kmiec-Forstner symbolisch den Schlüssel für das neue Gebäude.

Kindergartenerweiterung in Irschenberg

Das zweite Zuhause ist eröffnet

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In Betrieb ist das neue Haus der Kindertagesstätte Farbenfroh bereits seit Anfang September, doch seit diesen Sonntag hat es den kirchlichen Segen. Den spendete Pfarrer Tadeusz Kmiec-Forstner bei der offiziellen Eröffnung, bei der die Bürger den Erweiterungsbau besichtigen konnten.

Das Grün der Außenanlage hat es nicht mehr geschafft, rechtzeitig zu sprießen, doch das ist Nebensache. Wichtig ist für die Eltern und das Team der Caritas-Kindertagesstätte Farbenfroh in Irschenberg, dass der Erweiterungsneubau der Einrichtung rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr Anfang September in Betrieb gehen konnte. Am Sonntag folgte die offizielle Eröffnung – verbunden mit der kirchlichen Segnung und dem Tag der offenen Tür.

Bürgermeister Hans Schönauer zeigte sich mit dem Ergebnis rundum zufrieden. „Es ist ein Freudentag für unsere Gemeinde“, stellte der Rathauschef fest. Es sei ein neues Aushängeschild am Ortseingang entstanden, auf das die Handwerker stolz sein dürften. Den beteiligten Firmen dankte er ebenso wie dem Landratsamt, das „in deutscher Rekordzeit“ bei der Genehmigung gearbeitet habe, und dem engagierten Erzieherinnen-Team der Einrichtung. Auch dem CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan sprach der Bürgermeister seinen Dank aus, dass die finanzielle staatliche Förderung schon frühzeitig ausgeschüttet wurde. Radwan betonte im Gegenzug die Bedeutung der Tagesstätte für die Kinder: „Ich wünsche ihnen hier ein schönes zweites Zuhause, wo sie Frieden erleben können. Das ist nicht selbstverständlich in der Welt.“

Für die Kindertagesstätte endet damit die vierjährige Zeit der Aufteilung. Aus Platzmangel war zunächst eine Kindergartengruppe im gegenüberliegenden Kinderdorf untergebracht worden, später folgte die Auslagerung der Hortgruppe zur Grundschule. „Jetzt ist wieder alles am selben Ort“, stellte Einrichtungsleiterin Petra Schubert fest, und neue Plätze gab es obendrein. „Ich habe mich selten so über eine Schlüsselübergabe gefreut wie diesmal.“ Zumal das Ergebnis auch gelungen sei. „Es ist eine Villa für die Kinder geworden – ein schönes Haus mit tollen Räumen.“

Dafür bedankte sich Schubert beim Gemeinderat und beim Bürgermeister. Der bekommt für sein Engagement bei der Erweiterung eine besondere Anerkennung: Ein von Kindern gemaltes Schönauer-Porträt soll im Neubau einen Ehrenplatz bekommen.

Untergebracht sind dort unter anderem Krippe, Hort und Vorschulgruppe. Hinzu kommen Besprechungsräume für die Mitarbeiter und für die Zusatzangebote der Einrichtung, die zwei Heilpädagogen, eine Ergotherapeutin und eine Logopädin umfassen.

Dabei fingen die Schwierigkeiten beim Bau laut Schönauer bereits früh an. Eine Firma sprang ab, die Folge waren Verzögerungen und mehr Kosten. Statt ursprünglich 2,8 Millionen Euro kostet die Gemeinde der Neubau aus Ziegel und Holz nun 3,3 Millionen. Geld, das der Gemeinderat laut Schönauer gerne bewillige.

14 Monate habe der Bau gedauert, berichtete Architekt Christoph Wagner vom Büro Staudinger bei der symbolischen Schlüsselübergabe: „Wir wollten eigentlich schneller sein, aber es steckt auch sehr viel Technik in diesem Gebäude, wie zum Beispiel den Aufzug, um das Haus behindertengerecht zu machen.“ Was es nicht mehr gebe, sind Schlüssel. Stattdessen wurde ein Chip-System eingebaut.

ddy

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