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Rund um die Welt des Kaffees drehen sich die meisten der 30 Arbeiten, die Künstler Mauro Bergonzoli und seine Frau Franziska Gräfin Fugger von Babenhausen nach Irschenberg gebracht haben.

Mauro Bergonzoli stellt im Neubau „Otto“ bei Dinzler in Irschenberg aus

Legenden, Promis und leuchtende Kunst

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Knallbunte Gemälde im Neo-Pop-Stil zeigt der Künstler Mauro Bergonzoli in einer Ausstellung im Neubau der Kaffeerösterei Dinzler am Irschenberg, direkt neben der A8. Die Vernissage lockte ein illustres Publikum an.

Irschenberg– Der Legende nach entdeckte der äthiopische Hirte Kaldi im 9. Jahrhundert den Kaffee, nachdem seine Ziegen immer dann besonders munter durch die Gegend sprangen, wenn sie die glänzenden Kirschen eines bestimmten Strauchs gefressen hatten. Man weiß, wie die Geschichte weiterging bis zum beliebtesten Getränk der Deutschen. Diese „History of Coffee“ erzählt Mauro Bergonzoli mit seinen ganz persönlichen Details auf einem zehn Quadratmeter großen Bild, das Besucher im neuen Gebäude „Otto“ bei Dinzler in Irschenberg empfängt. Am Donnerstagabend war es einer der Hingucker bei der Eröffnung der ersten Kunstausstellung im „Otto“, die viel Prominenz der Münchner Gesellschaft anzog.

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Von Weitem stechen Bergonzolis Bilder ins Auge, der graue Beton der hohen Wände lässt die kräftigen Farben der Gemälde im Neo-Pop-Stil noch intensiver strahlen. Etwa 30 Bilder sind es, in denen sich der gebürtige Mailänder vorwiegend dem Thema Kaffee widmet. Teilweise sind es Klassiker. Die überwiegende Zahl hat er extra für „Art & Coffee“ geschaffen. „Fast zwei Jahre hat er an den Bildern für diesen Abend gemalt“, erzählte Bergonzolis Ehefrau Franziska Gräfin Fugger von Babenhausen, die in ihrer Eigenschaft als Kuratorin die Ausstellung eröffnete: „Farbenfrohe Werke, die viel Energie ausstrahlen.“ Während sie stellvertretend für die zahlreichen prominenten Gäste, „Sammler und Kaffeefans“ den Münchner FDP-Stadtrat und früheren bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch, sowie die Herausgeberin der Augsburger Allgemeinen, Alexandra Holland, begrüßte und der kunstsinnigen Gastgeber-Familie Richter für den schönen Rahmen für eine Ausstellung dankte, packte Bergonzoli seine Farben aus und begann, mitten im Raum zu malen.

Seine Live-Paintings sind berühmt. Man kennt sie vom maßgeschneiderten Talbot-Runhof-Kleid seiner Frau, einem Jaguar oder einer Kuh-Statue bei Art Basel in Hongkong. Am Irschenberg ist es, dem Anlass entsprechend, eine überdimensionale Kaffeekanne, auf die der 52-Jährige zuerst sein berühmtes Auge malt. Strahlend blau schaut es in den Raum, bekommt noch ein zweites hinzu, eine Picasso-Nase und zwei lackrote Münder. Wechselndes Publikum bannt die Entstehung auf unzählige Handyfotos.

Unterdessen bekommt im Laufe des Abends der Großteil der zumeist knallbunten Bilder den kleinen roten Punkt zur Seite geklebt, der sie als „verkauft“ kennzeichnet. Da ist die Reihe der quadratischen Bilder, bei denen auf jedem eine Frau mit verschränkten Beinen, großem Kussmund und einer Dinzler-Kaffeetasse vor einer typischen Szenerie abgebildet ist: Napoli, Roma, Venezia, Modena, Brasil. Vor der Veranda des Dinzler-Neubaus steht als Reminiszenz zusätzlich die „Otto“-Zuckerdose auf dem Tisch. Die kleinformatigen „Coffee Ladys“ sitzen auf einem Bett glänzender Kaffeebohnen, während Zebras und Tiger in Pink auf Grau über die Wände huschen. Perfekt zu den sommersonnigen Gemälden mit meist stahlblauem Himmel präsentiert sich das warme Spätsommerwetter an diesem Eröffnungsabend, den das illustre Publikum bei Fingerfood und Loungemusik auf Veranda und Dachterrasse ausklingen lässt.

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Mauro Bergonzolis Werke sind noch bis 20. November jeweils mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr im neuen Gebäude „Otto“ in den Räumen „Panama“ und „Buenavista“ sowie im Foyer zu sehen.

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