Kompletter Anhänger aufgerissen

Lkw fährt auf A8 rückwärts - die Folge: ein totales Trümmerfeld

Ein Lkw-Fahrer rangierte rückwärts auf der Autobahn und riss dabei einen vorbeifahrenden Lkw mit. Die Trümmer verteilten sich über mehrere hundert Meter auf der A8 Richtung Salzburg.

Irschenberg - Nachdem bereits am Mittwochnachmittag nach einem geplatzt Lkw-Motor Chaos auf der A8 herrschte, ist es am Abend gegen 21 Uhr erneut zu einem schweren Unfall gekommen: In Fahrtrichtung Salzburg kurz nach der Anschlussstelle Irschenberg krachten nach Angaben der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim zwei Sattelzügen aneinander - mit zum Glück glimpflichem Ausgang.

Ein 35-jähriger bulgarischer Staatsangehöriger wollte am Standstreifen kurz nach der Ausfahrt Irschenberg seinen Sattelzug verbotswidrig parken. Hierzu fuhr er auf den Standstreifen und blieb dort mit Warnblinkanlage stehen. Währenddessen fuhr ein 58-jähriger Serbe mit seinem Planen-Sattelzug auf der rechten Spur an dem stehenden Lkw vorbei. Dabei wollte der Bulgare laut Polizeibericht nun doch noch rangieren und fuhr dazu rückwärts. Dadurch ragte er mit seinem Anhänger wieder auf die rechte Spur. Es kam es zu einer Berührung zwischen dem linken Eck des bulgarischen Anhängers und dem hinteren rechten Bereich des serbischen Anhängers. 

Hierdurch wurden einen Großteil der Plane des serbischen Anhängers aufgerissen, die rechte hintere Flügeltür des Anhängers und Teile des Aufbaus weggerissen und verteilten sich über mehrere hundert Meter auf der Fahrbahn. Nur mit viel Glück kam es zu keinem weiteren größeren Unfall durch die Trümmerteile auf der Autobahn. Lediglich einem einzigen deutschen Pkw-Fahrer, der mit seiner dreiköpfigen Familie auf dem Weg in den Urlaub war, flog ein kleineres Teil gegen die Motorhaube.

Um die Trümmerteile zu entfernen, musste die Autobahn kurzzeitig gesperrt werden. Anschließend blieb nur der rechte Fahrstreifen bis zur Bergung beider Sattelzüge gesperrt. Erst um Mitternacht konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden. Insgesamt entstand nach Schätzung der Beamten an den beiden Sattelzügen und an dem Pkw ein Schaden in geschätzter Höhe von 100.000 Euro.

Das Rückwärtsfahren auf der Autobahn mit Unfallfolgen stellt eine Straftat dar. Der bulgarische Lkw - Fahrer muss nun mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Aufgrund der Fahrspursperrung kam es zu Verkehrsbehinderung und Stauungen.

mm

Rubriklistenbild: © Archiv tp

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