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Ein grauenvolles Bild für die Retter auf der A8.

Autobahn stundenlang gesperrt

Lkw zerquetscht Wohnwagen auf A8: Fahrer (73) stirbt - Beifahrerin muss notoperiert werden

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Auf der A8 bei Irschenberg ist ein Lkw in ein Wohnwagengespann gefahren. Es gibt einen Toten, wahrscheinlich zwei. Währenddessen kracht es ein zweites Mal am Stauende Höhe Holzkirchen.

  • Gegen 15 Uhr am Dienstag krachte ein Lkw auf ein Wohnwagengespann und schob es auf einen weiteren Lkw.
  • Der Unfall ereignete sich Höhe Irschenberg in Fahrtrichtung Salzburg.
  • Schreckliche Szenen erwarteten die Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.
  • Das Wohnwagengespann wurde komplett zerquetscht.
  • Der Fahrer des Wohnwagengespanns (73) verstarb, die Beifahrerin wurde lebensgefährlich verletzt und befindet sich auf der Intensivstation.
  • Die Autobahn ist nach der Vollsperrung wieder freigegeben. Zuvor hatte sich ein riesiger Stau gebildet. Mindestens ein weiterer Unfall am Stauende Höhe Holzkirchen ereignete sich gegen 17 Uhr.

Update 25. April, 6.40 Uhr: Immerhin eine erfreuliche Meldung gibt es nun nach dem schrecklichen Unfall am Dienstagnachmittag: Die 71-Jährige, die als Beifahrerin im Wohnwagengespann saß, hat die Nacht überlebt. Sie habe die Not-Operation überstanden, teilte die Polizei auf Anfrage mit. 

Schwerer Unfall mit Lkw und Wohnmobil auf A8 - die Bilder

Meldungen am Dienstag:

21.20 Uhr: Mittlerweile hat sich die Verkehrslage auf der A8 wieder normalisiert. Der lange Stau hat sich aufgelöst, auch auf den Nebenstrecken hat sich die Verkehrslage beruhigt.

21.19 Uhr: Wie die Polizei weiter mitteilt, war der Lkw-Fahrer, der auf Höhe Holzkirchen den Folgeunfall verursacht hatte, offenbar durch sein Smartphone abgelenkt. Er hatte das Stauende übersehen und dadurch einen Unfall mit zwei weiteren Fahrzeugen verursacht. Die Fahrerin einer der beiden Autos soll dabei schwere Gesichtsverletzungen erlitten haben.

21.12 Uhr: Wie die Autobahnpolizei soeben mitteilt, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 73-Jährigen. Er war der Fahrer des Wohnwagengespanns, das aus Baden-Württemberg stammt, und bei dem Unfall sofort getötet worden. Seine Beifahrerin, eine 71 Jahre alte Frau, wurde noch am Abend in einer Münchner Klinik notoperiert und schwebt weiter in Lebensgefahr. Auch der Fahrer des Lkw wurde schwer verletzt. Der Sachschaden wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt.

20.35 Uhr: Erst jetzt konnte die Vollsperrung auf der A8 nach den Aufräumarbeiten aufgehoben werden. Höchstwahrscheinlich wird es aber noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Stau vollständig auflöst.

18.07 Uhr: Die Aufräumarbeiten dauern an. Der Stau wächst weiter. Wie schlimm die Folgeunfälle sind, lässt sich derzeit nicht sagen.

Die aktuelle Verkehrslage, stand 18 Uhr.

17.23 Uhr: Die Totalsperre ab Weyarn im Berufsverkehr hat einen erwartbaren Stau ausgelöst. Die Folgeunfälle Höhe Holzkirchen haben diesen allerdings um einiges verschlimmert. Der Rückstau wächst rasant an und reicht jetzt schon bis Otterfing. Die B472 in Miesbach und zwischen Miesbach und Irschenberg ist ebenfalls komplett zu. Und die richtige Berufsverkehr-Welle rückt erfahrungsgemäß erst an.

17.07 Uhr: Aktuell kommt die Info rein, dass es ein weiteres Mal gekracht hat. Diesmal Höhe Holzkirchen. Bisher unbestätigten Meldungen vom Unfallort zufolge ist ein Lkw in mehrere Pkw gefahren. Gleichzeitig meldet sich das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd: Die Autobahn wird voraussichtlich längere Zeit in Richtung Salzburg gesperrt bleiben.

16.03 Uhr: Die ausführliche Pressemitteilung der Autobahnpolizei Holzkirchen: Am 24.04.2018 ereignete sich gegen 15 Uhr, auf der BAB A8/Richtung Salzburg, in der Steigung zum Irschenberg, ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen. Ersten Information nach, stockte der Verkehr in der Steigung zum Irschenberg. 

Ein LKW konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf einen vor ihm fahrenden Kleintransporter auf. Durch die Wucht schob dieser LKW den Kleintransporter auf ein davor fahrendes Wohnwagen-Gespann und einen weiteren stehenden LKW. Das Wohnwagen-Gespann wurde dabei komplett zerstört und die Trümmer über alle Fahrstreifen der Autobahn verteilt. Bei dem Unfall wurden mehrere Personen eingeklemmt und teilweise schwer verletzt. 

Eine Person ist an ihren schweren Verletzungen verstorben. Bei einer anderen Person ist mit Ableben zu rechnen. Vor Ort sind zahlreiche Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Irschenberg und Weyarn. Ebenso sind zwei Rettungshubschrauber im Anflug an die Unfallstelle. Die Autobahn ist derzeit komplett gesperrt und eine Umleitung wurde durch die Autobahnmeisterei Holzkirchen, an der AS Weyarn eingerichtet. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München wurde ein Gutachter zur Unfallstelle beordert.

Update 15.45 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat in diesen Minuten eine Pressemitteilung zum Unfall herausgegeben. Hier der Wortlaut: „Zwischen den Anschlussstellen Weyarn und Irschenberg hat sich kurz nach 15 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Lkw hat ein Wohnwagengespann auf einen weiteren Lkw aufgeschoben. Im Pkw wurden zwei Personen eingeklemmt und schwer verletzt. Im auffahrenden Lkw wurde der Fahrer eingeklemmt, er ist aber ansprechbar. Die Autobahn München-Salzburg ist derzeit an der Unfallstelle voll gesperrt. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Weyarn ausgeleitet. Die Bergungsarbeiten dauern an, weitere Angaben über die beteiligten Personen und Fahrzeug sind noch nicht möglich.“

Update 15.35 Uhr: Die ersten Bilder vom Unfallort an der Leitzachsenke auf der A8 in Fahrtrichtung Salzburg lassen nichts Gutes erahnen. Ein Wohnwagen liegt aufgerissen auf der Seite, verkeilt in die Ladefläche eines Lkw. Matratzen und Möbelstücke sind auf der Fahrbahn verstreut. Da ein Rettungshubschrauber gelandet ist, muss man wohl auch von Verletzten ausgehen.

Ursprüngliche Meldung vom Dienstag, 24. April, 15.15 Uhr:

Irschenberg - Details zum Unfall sind aktuell noch nicht bekannt. Auch ist unklar, wie viele Fahrstreifen davon betroffen sind. In den Verkehrsmeldungen des Bayerischen Rundfunks ist zu lesen, dass die Autofahrer eine Rettungsgasse zwischen der linken und der mittleren Spur bilden sollen. Ein Rettungshubschrauber sei an der Unfallstelle gelandet. 

Zudem habe sich durch „Neugierige“ auf der Gegenfahrbahn auch hier ein Stau gebildet. Zuvor war noch von einem umgestürzten Baum auf dem Standstreifen zu lesen (Stand 14.49 Uhr). Ob dies in irgendeinem Zusammenhang mit dem Unfall steht, ist unklar.

sg

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