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Aus dieser Schilderbrücke am Irschenberg blitzt's ganz gewaltig.

Pro Monat 140 Verhandlungen am Amtsgericht Miesbach

Das ist der Rekord-Blitzer vom Irschenberg

Irschenberg - Pro Monat 140 Verhandlungen am Amtsgericht Miesbach: Der Rekord-Blitzer vom Irschenberg hat schon so einige Autofahrer zur Weißglut gebracht. Denn es ist eine fiese Stelle.

Es verleitet förmlich dazu, das Gaspedal mal etwas fester durchzudrücken: das Bergabstück nach der Autobahn-Auffahrt Irschenberg in Fahrtrichtung München. Dumm nur, dass an dieser Stelle nur 100 Kilometer pro Stunde erlaubt sind. Grund: Die Stelle ist ein Unfallschwerpunkt. Eine im August 2014 von der Autobahnpolizeistation (APS) Holzkirchen über allen drei Spuren installierte Blitzanlage überprüft, ob diese Höchstgeschwindigkeit von den Autofahrern auch eingehalten wird. Das Gerät zeichnet digital 24 Stunden am Tag auf, einen "vollen Film" wie in früheren Zeiten gibt es nicht mehr. 

Lesen Sie auch: Raser 26 mal in München geblitzt

Wer sich nicht ans Tempolimit hält, dem flattert ein Bußgeldbescheid ins Haus. Will der Raser den nicht annehmen, kann er Einspruch einlegen. Und dann landet der Fall vor dem Miesbacher Amtsgericht, dessen Richter tagtäglich mit den Temposündern vom Irschenberg beschäftigt sind. „140 Verhandlungen haben wir durchschnittlich pro Monat“, berichtet Richterin Elke Dellner. Nur wegen dieser einen Anlage. „Es sind aber nur etwa zehn Prozent, die Einspruch einlegen“, fügt sie hinzu. Das Gericht in der Kreisstadt ist damit das am höchsten belastete im Zuständigkeitsbereich des Landgerichts München II.

Das sagt der Bußgeldkatalog

Wer an der besagten Stelle am Irschenberg 120 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde fährt, kommt noch vergleichsweise glimpflich davon. Dann werden bis zu 30 Euro Bußgeld fällig. Bereits ab einer Überschreitung von 21 bis 40 Stundenkilometern wird’s aber teuer. Zwischen 70 und 80 Euro sind fällig, außerdem gibt’s einen Punkt. Ein einmonatiges Fahrverbot, dazu zwei Punkte und 160 bis 240 Euro Bußgeld drohen dem Fahrer, der an dieser Stelle mit Tempo 141 bis 160 in die Radarkontrolle gerät. Bis 170 km/h setzt es 440 Euro, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot. Bei über 170 Stundenkilometer an dieser Stelle beträgt das Bußgeld 600 Euro, es gibt zwei Punkte und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Philip Hamm

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