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Erdgas-Autofahrer sind willkommen, nicht aber die mit einem VW Touran. So ein Modell flog kürzlich in die Luft.

An vielen Tankstellen Verkaufsstopp

Nach Explosion: An der OMV gibt’s noch Erdgas

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Irschenberg - Nach der Explosion eines erdgasbetriebenen VW Touran in Niedersachsen drehen viele Tankstellen zurzeit den Gashahn ab. An der OMV in Irschenberg dürfen aber alle Fahrzeuge außer VW noch tanken. 

Wer ein Erdgas-Auto fährt, könnte in den kommenden Tagen Schwierigkeiten haben, den Tank zu füllen. Nach der Explosion eines erdgasbetriebenen VW Touran in Niedersachsen bieten einige Tankstellen, darunter Aral, Shell und Esso vorläufig kein Erdgas mehr an. Nur an der OMV-Tankstelle in Irschenberg gibt’s derzeit noch Gas im Landkreis.

Warum der VW Touran in die Luft gegangen ist, wird jetzt geprüft. Aral stellt deshalb vorerst den Verkauf von Erdgas ein. So auch an der Tankstelle in Bad Wiessee. Mitarbeiter Ramon Bartsch erklärt, dass es momentan dort kein Erdgas gäbe. „Alle Araltankstellen wurden angeschrieben“, sagt der Mitarbeiter. Ihnen wurde empfohlen, vorerst kein Erdgas anzubieten. Die Aral in Weyarn bietet zwar auch Gas an. Dabei handelt es sich aber um das flüssige Liquefied Petroleum Gas (LPG). Das ist für Erdgas-Autos keine Tankoption.

Erdgas-Tanken geht, nur für VW-Fahrer nicht

Volltanken können dagegen die Autofahrer an der OMV-Tankstelle in Irschenberg. René Fey begründet die Entscheidung so: „Es gibt ja eh so wenig Erdgas-Tankstellen.“ Einige betroffene Autofahrer hätten sich schon dort erkundigt. Wer tanken will, soll sich an der Kasse melden. Nur: „Erdgas tanken von VW Volkswagen Fahrzeugen nicht gestattet“ – steht auf einem Schild neben der Säule.

Der wohl bekannteste Erdgas-Fahrer im Landkreis hat derweil kein Problem mit dem zeitweiligen Verkaufsstopp. Denn Grünen-Landrat Wolfgang Rzehak hat umgestellt, und zwar auf hybrid. „Der Leasingvertrag mit dem vorigen Dienstfahrzeug ist ausgelaufen“, erklärt er den Grund für den Wechsel. Den erdgasgetriebenen Audi A3 g-tron hat Rzehak nun gegen einen BMW 225xe eingetauscht. Grün fährt der Landrat damit immer noch, denn: „Die E-Säule ist bereits am Landratsamt installiert, und da wir auch unseren eigenen Photovoltaikstrom erzeugen, ist dieses Fahrzeug sehr umweltfreundlich.“ Rzehak ist sicher, dass für die meisten Diensttermine im Landkreis der Elektroantrieb reichen sollte.

Noch ist es aber nicht soweit. Die Lieferung verzögert sich wegen hoher Nachfrage. „Eigentlich sollte das Fahrzeug schon im August geliefert worden sein“, sagt Rzehak. Jetzt erwartetet er sein neues Gefährt für den Herbst. In der Zwischenzeit ist er im eigenen benzinbetriebenen Kleinwagen unterwegs und fährt diesen auch selbst. Ob Erdgas oder Hybrid – vor Explosionen hat der Landrat keine Angst. „Auch Benzinautos haben schon gebrannt.“ Allerdings bemängelt Rzehak die noch nicht hinreichend ausgebaute Infrastruktur für Erdgasfahrzeuge.

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