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Schöne Landschaft und ein „Ja“ zum Naturtourismus: Der Gemeinderat Irschenberg hat die geplante Bewerbung des Landkreises als Modellregion befürwortet.

Vizebürgermeister bleibt aber skeptisch

Naturtourismus: „Ideelle Unterstützung“ aus Irschenberg

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Ob sich der Landkreis als Modellregion Naturtourismus bewerben wird, entscheidet der Kreistag. Der Gemeinderat Irschenberg hat nun über eine Unterstützungserklärung diskutiert.

Irschenberg – Noch steht nicht fest, ob sich der Landkreis als Modellregion Naturtourismus bewerben wird. Das letzte Wort über die Teilnahme am Wettbewerb um die Fördergelder des Wirtschafts- und Umweltministeriums spricht Ende April der Kreistag. Die Ausgangslage ist jedoch vielversprechend. Nach dem Wirtschaftsausschuss des Landkreises hat nun auch der Gemeinderat Irschenberg seine Unterstützung zugesichert. Der Beschluss für eine vom Landratsamt formulierte Erklärung fiel einstimmig.

Wie berichtet, will der Landkreis mit seinen Kooperationspartnern Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach und Gebietsbetreuung Mangfallgebirge mit dem Projekt neue touristische Angebote schaffen, die gleichzeitig mit der Natur im Einklang stehen. So – das zumindest ist das Ziel – könnten die durch Mountainbiken abseits befestigter Pfade oder Skitourengehen in der Nacht immer öfter auftretenden Nutzungskonflikte abgebaut werden.

Eine Idee, die in Irschenberg gut ankam – zumal die Unterstützungserklärung keine finanziellen Verpflichtungen beinhaltet, wie Bürgermeister Hans Schönauer (FWG Niklasreuth) erklärte. „Wir sollten unsere ideelle Unterstützung geben“, sagte Dritter Bürgermeister Hans Nirschl (FWG Irschenberg/Reichersdorf). Auch sein Fraktionskollege Marinus Eyrainer begrüßte die Bewerbung. „Durch gezielten Naturtourismus kann es nur besser werden“, sagte er.

Skeptisch blieb Zweiter Bürgermeister Klaus Meixner (CSU). Er bezweifle, ob der Vorstoß am Ende von Erfolg gekrönt sein wird, sagte er. Trotzdem sprach er sich dafür aus, sich „solidarisch“ zu verhalten. Auch Schönauer ließ sich nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen. „Ich hoffe, dass es nicht wieder nur Tagungen gibt“, sagte er im Hinblick auf andere landkreisweite Projekte. Zudem dürften Land- und Forstwirtschaft nicht eingeschränkt werden. Klaus Waldschütz junior (CSU) nickte zustimmend. „Und in ein paar Jahren könnte es dann doch Geld kosten“, meinte er.

Auf die positive Außenwirkung einer erfolgreichen Bewerbung wies hingegen Hans Maier (FDP/Aktive Bürger) hin. Darauf hofft auch der Bürgermeister. So sei die Gemeinde 2005 mit dem Qualitätspreis des bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet worden. Schönauer: „Davon profitieren wir noch heute.“ 

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