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Ein idyllisches Fleckerl Heimat: Das Wallfahrtskircherl und der Gasthof in Wilparting sind ein beliebtes Fotomotiv. 2018 wird der vordere Teil des Gebäudes bis zur Tenne abgerissen und im alten Stil neu aufgebaut.

Neubau in Wilparting kostet 3 Millionen

Abschied vom alten Gasthof zum Moar - Abriss schon 2018

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Der Radikaleingriff ist nicht mehr zu vermeiden: 2018 will die Gemeinde Irschenberg ihren Gasthof zum Moar in Wilparting abreißen lassen. Der Neubau soll drei Millionen Euro kosten.

Wilparting - Auf unzähligen Fotos sind die Irschenberger Wallfahrtskirche Marinus und Anian im Ortsteil Wilparting und der benachbarte Gasthof zum Moar zu sehen. Das Ensemble gilt als Sinnbild des Postkartenmotivs, das sich gen Süden reisenden Autofahrern auf der Salzburger Autobahn bietet. Und auch jene, die einen Abstecher dorthin machen, um das Gotteshaus zu besichtigen und einzukehren, verzichten kaum auf einen Schnappschuss zur Erinnerung.

2018 wird deshalb ein besonderes Jahr, denn das bisherige Motiv wird es dann nicht mehr geben – dann nämlich ist das Kircherl ohne Gasthaus zu sehen. Die Gemeinde will das Gebäude abreißen lassen – zu schwer sind die baulichen Mängel. Anschließend soll es neu aufgebaut werden – im alten Stil.

Für Bürgermeister Hans Schönauer ist es die beste Lösung. „Die Pächter sind wiederholt auf uns zugekommen mit dem Hinweis auf bauliche Mängel“, erklärt der Rathaus-Chef. Das Dach sei undicht, das Mauerwerk# nass. Die Sanierung war unvermeidbar.

Offen war jedoch, wie umfangreich in das Gebäude eingegriffen werden soll. „Die Gemeinde hat sich deshalb entschlossen, die verschiedenen Möglichkeiten gutachterlich prüfen zu lassen“, sagt Schönauer. „Die Möglichkeiten reichten von einer Minimallösung über Zimmervermietung bis hin zu einem Wellness-Hotel.“ Doch Letzteres ist der Gemeinde zu groß dimensioniert.

Der Gemeinderat entschied sich daher für eine mittelgroße Lösung: Demnach wird das Gebäude komplett entfernt und neu aufgebaut. Äußerlich soll der bisherige Stil erhalten bleiben. Geplant wird mit 140 Sitzplätzen im Gastronomiebereich, großem Biergarten mit rund 300 Sitzplätzen sowie der Vermietung von 18 Zimmern mit 35 Betten im ersten Obergeschoss. Unter dem Dach soll noch eine kleine Wohnung angelegt werden. Die Tenne mit dem großen Saal bleibt unangetastet.

„Wir hätten auch die Möglichkeit gehabt, vorne nur bis zum Erdgeschoss abzureißen, aber dann wären die Wände feucht geblieben“, erklärt Schönauer. „Deshalb haben wir uns für die größere Variante inklusive Keller entschieden.“ Dies kostet voraussichtlich an die drei Millionen Euro. Eine stolze Summe – „aber dann passt alles, und die Gemeinde muss nicht immer wieder nachbessern“.

Wie sich der neue Gasthof dann im Inneren präsentieren wird, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Nur eines steht fest: Die traditionelle Marini-Stubn soll so, wie sie ist, erhalten bleiben. Sie wird sauber herausgenommen und im Neubau wieder eingebaut. Schönauer: „Das ist allgemein ein großes Anliegen am Ort.“

Beim Rest der Innenräume sind noch Änderungen möglich. Diese sollen in Absprache mit dem neuen Pächter erfolgen, der derzeit gesucht wird. Die Ausschreibung läuft. Da die Wirtschaft abgerissen wird, wurde zwangsläufig auch dem Wirtspaar Marion Münchmeyer und Anian Köll gekündigt. „Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, sich um die Pacht neu zu bewerben“, sagt der Bürgermeister. Bis Ende des Jahres läuft der Betrieb im Gasthof zum Moar jedoch unverändert weiter. Dann wird die Zeit für letzte Aufnahmen des Wilpartinger Postkartenmotivs knapp.

ddy

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