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Viel Platz für einen Neubau: Auf dieser Wiese westlich der Kita Farbenfroh in Irschenberg soll der neue Kindergarten entstehen.

Gemeinderat Irschenberg schickt Plan ins Verfahren

Neuer Kindergarten: Entwurf kommt gut an

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Irschenberg – Die Zeit drängt. In nur zehn Monaten soll in Irschenberg ein neuer Kindergarten eröffnen. Bei einer Sondersitzung hat sich der Gemeinderat nun mit dem Entwurf des Architekten beschäftigt.

Bei einer Sondersitzung hat der Gemeinderat nun einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Der Entwurf für das zweigeschossige Gebäude, den der Miesbacher Architekt Joachim Staudinger gezeichnet hatte, kam gut an im Gremium. „Alle waren begeistert“, sagt Bürgermeister Hans Schönauer.

Wie berichtet, soll der zweigeschossige, 36,50 mal 12,36 Meter große Neubau auf einem 3000 Quadratmeter-Grundstück westlich der Kita Farbenfroh entstehen. Im Erdgeschoss sind die Räume für zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe geplant, der erste Stock ist für die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung der Hortkinder und für Seniorenangebote reserviert. Die drei Gruppenräume im Parterre verfügen jeweils über einen Vorbau mit großen Fensterflächen Richtung Südseite. Im Sommer soll laut Schönauer ein Beschattungskonzept die Kinder vor der Hitze schützen. Die Flachdächer der Anbauten dienen als Terrassen für die Räume im ersten Stock. Beide Ebenen sind mit einem Aufzug barrierefrei miteinander verbunden. Integrationsräume ermöglichen dem Personal der Caritas, den Aufgaben einer Betreuung von Kinder mit und ohne Behinderung gerecht zu werden. Auf der Nordseite des Gebäudes sind 23 Parkplätze geplant.

Noch zu klären ist laut Schönauer die Bauweise des neuen Kindergartens. Fest steht, dass bis auf die Bodenplatte aus Beton ausschließlich Holz zum Einsatz kommt. „Das lässt sich leichter mit dem Wärmeschutz vereinbaren“, erklärt der Bürgermeister. Die Entscheidung über die Ausführung in Ständer-, Platten- oder Blockbauweise sowie über die Art der Heizungsanlage soll laut Geschäftsleiter Josef Bögl ein Ausschuss aus fünf Gemeinderäten in Zusammenarbeit mit Architekt Staudinger und Vertretern der Caritas treffen. Auch ein Verbindungsgang zwischen der Kita Farbenfroh und dem Neubau werde noch geprüft.

Gut 2,5 Millionen Euro soll der neue Kindergarten laut Schönauer kosten. Ein Zuschuss in Höhe von 40 Prozent sei möglich. Welche Fristen für die Antragstellung gelten, klärt die Gemeinde aktuell mit der Regierung von Oberbayern. Bis zum Frühjahr will Schönauer das Genehmigungs- und das Ausschreibungsverfahren abgeschlossen haben, damit die Baufirmen bis 1. September fertig werden. „Das ist natürlich ein stolzes Ziel“, sagt Schönauer. Dennoch ist er guter Dinge, den straffen Zeitplan einzuhalten.

Vorerst auf Eis liegt dagegen die Planung für die Häuser für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die bekanntlich neben dem neuen Kindergarten vorgesehen waren. „Wir haben das aus dem Bebauungsplanverfahren herausgenommen“, erklärt Bögl. Weil die Regierung wegen der abgeebbten Flüchtlingsströme einen Baustopp verhängt habe, würde es vorerst keinen Sinn haben, das Vorhaben weiterzuverfolgen. Ganz aus den Augen lassen will es Bürgermeister Hans Schönauer aber nicht – aus gutem Grund: „Wir brauchen dringend sozialen Wohnungsbau.“

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