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Die Mittagsbetreuung in Irschenberg bleibt bis zum Neubau des Kindesgartens in der Grundschule. Unsere Aufnahme zeigt die Kinder mit ihrer Betreuerin Brigitte Stadler.

Was wird jetzt aus der Mittagsbetreuung?

Neuer Kindergarten: Geht doch nicht so schnell wie gedacht

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Der Zeitplan war eh sportlich. Bis zum neuen Schuljahr wollte die Gemeinde den neuen Kindergarten fertig haben. Daraus wird nichts. Was passiert jetzt mit der Mittagsbetreuung?

Irschenberg – 2,5 Millionen  Euro teuer, zwei Stockwerke auf 3000 Quadratmetern, Platz für 50 Kindergartenkinder und 15 Krippenkinder: Das soll der neue Kindergarten in Irschenberg werden. Eröffnen sollte er im September. Daraus wird aber nichts. „Dass September nicht funktioniert, war ja schon ersichtlich“, gab Klaus Meixner (CSU) im Gemeinderat zu. Er vertritt derzeit Bürgermeister Hans Schönauer (FW), der auf Reha ist (wir berichteten).

Der Plan war von Beginn an sportlich. Neues Ziel ist nun Ende 2017. Gründe für die Verzögerung gibt es einige. Zum einen sei es mit Planung und Genehmigung nicht so vorangegangen wie gedacht, sagt Geschäftsleiter Josef Bögl auf Nachfrage. Zum anderen habe sich das Zuschussprogramm geändert. „Das Förderprogramm ist 2016 ausgelaufen, und für das neue gab es noch keine Richtlinien.“ Deshalb hat die Gemeinde noch mit dem Antrag gewartet. Die Richtlinien sind nun bekannt: Statt 50 Prozent wird es wohl 60 Prozent Förderung geben.

Da stellt sich noch die Frage: Wohin mit den Kindern, bis der Neubau fertig ist? Schließlich beginnt im September das neue Schuljahr.

Die Beteiligten sehen es entspannt. Die Mittagsbetreuung und die ausgelagerte Rote Gruppe des Kindergartens bleiben da, wo sie auch jetzt sind, also in der Grundschule und im Kinderdorf – der Rest ist im alten Stammhaus untergebracht. Christian Hahn, Rektor der Grundschule, sagt: „Der Raum, in dem derzeit die Mittagsbetreuung ist, ist eigentlich ein Mehrzweckraum.“ Die jetzige zweite Klasse werde voraussichtlich im neuen Schuljahr geteilt in zwei kleine dritte Klassen. Eine dieser Klassen teilt sich den Raum dann mit der Mittagsbetreuung. „Das überschneidet sich zeitlich nicht“, sagt Hahn. Es gebe sogar einen Puffer, damit die Lehrkraft nach dem Unterricht mit den Schülern noch alles wegräumen kann.

Wie viele Schulanfänger sich anmelden, weiß Hahn freilich noch nicht. 24 Viertklässler werden am Ende dieses Schuljahres die Grundschule verlassen, Hahn rechnet mit etwa so vielen neuen Erstklässlern. Eine Klasse würde da ausreichen. „Sollten es doch mehr werden, müssen wir uns mit der Gemeinde noch mal zusammensetzen“, sagt Hahn. Als Notfallplan hätte er noch den Kolpingraum oder den Raum, den die Musikschule nutzt, in petto. Hahn ist zuversichtlich: „Die Zusammenarbeit ist positiv. Das können wir gut überbrücken.“

Positiv gestimmt ist auch Petra Schubert, Leiterin der Caritas Kita Farbenfroh. „Die Eltern fragen natürlich bei uns nach, wie es weitergeht“, sagt sie. Mit der Zusage von Wolfgang Hodbod, Leiter des Kinderdorfs, sei jetzt aber alles geregelt. Neue Anmeldungen bekommt Schubert erst ab März. Aber auch wenn es ein paar mehr werden sollten, sieht sie darin kein Problem. „Und schließlich gehen ja auch wieder welche.“

Und so geht es jetzt mit dem Irschenberger Kindergarten weiter: Der Gemeinderat gab seine Zustimmung für die Überdachung des Durchgangs von Alt- zu Neubau. Bisher war nur über das Haupthaus abgestimmt worden. Der Förderantrag sei kurz davor, eingereicht zu werden, sagte Meixner in der Sitzung. Sind dann die Ausschreibungen gemacht und der Bebauungsplan aufgestellt, sollen im April die Bagger anrollen. „Dass es bis Januar klappt, ist unsere Hoffnung“, sagt Schubert. „Aber beim Bauen weiß man das ja nie so genau.“

nip

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