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Vielfalt ist Trumpf: Die Musikkapelle Niklasreuth vor ausverkauftem Haus. Das Ende bildete wie immer die Hymne „Mein Niklasreuth“, gespielt von den Musikern, gesungen vom Publikum.

Sie spielten sein Lieblingslied

Niklasreuth: Ergreifendes Frühjahrskonzert für verstorbenen Bürgermeister

Das Frühjahrskonzert widmete die Reider Musi dieses Jahr einem langjährigen Weggefährten: Dem vor Kurzem so überraschend verstorbenen Bürgermeister Hans Schönauer.

Niklasreuth Hans Schönauer hätte es bestimmt gefallen, das Frühjahrskonzert der Reider Musi, das der jüngst verstorbene Irschenberger Bürgermeister viele Male als kundiger und humorvoller Ansager begleitet hatte. So galten die beiden Abende im Irschenberger Trachtenheim und im Gasthaus Nägele in Wörnsmühl nicht nur guter Unterhaltung, sondern auch dem Gedenken an „einen lieben Freund“, wie der Musikkapellen-Vorsitzende Christian Juffinger sagte. Die Musiker seines Heimatdorfs Niklasreuth hatten Schönauer wirklich am Herzen gelegen. Kapellmeister Peter Desl auf dem Solo-Tenorhorn und das Orchester unter der Stabführung von Sepp Bernöcker widmeten ihrem großen Förderer eines seiner Lieblingsstücke, die Instrumentalversion von „My Way“, dem Hit von Frank Sinatra.

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Niklasreuth: Ergreifendes Frühjahrskonzert für verstorbenen Bürgermeister

Auch sonst hatte die Niklasreuther wieder ein paar Ohrwürmer von renommierten Komponisten einstudiert. Mit der schneidigen Fanfare „Call of Heroes“ als Einleitung und Bernhard Bommers Waldhorn-Solo im schwelgerischen Stück „Romantic Mood“ ließen die fast zwei Dutzend Reider zwei Werke von Michael Geisler erklingen. Dazu kamen der beschwingte Konzertmarsch „Carpe Diem“ von Alexander Pfluger und die heitere Polka „Musikantenausflug“ des Weyarner Nachbarn Wolfgang Probst sowie die symphonische Blasmusikfassung von „Pearl Harbor“ aus der Feder des Hollywood-Komponisten Hans Zimmer.

Dass die Musiker mehr können, als Märsche wie Josef Bastings flotten „Stella Bavaria“ oder Mathias Rauchs schmissigen „Schönrainer Feuerwehrmarsch“ zu schmettern, zeigten sie mit der Ouvertüre der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Weich und schmelzend ließ Klaus Stadler sein Flügelhorn-Solo in Peter Leitners „My Dream“ in die Seelen der Zuhörer gleiten. Auf eine Fantasie-Reise ins Blaue mit vielfältigen Melodie-Inseln, perlenden Klangkaskaden und romantischen Tongebirgen entführte das Ensemble in „Voyage into the Blue“ des Japaners Naoya Wada.

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Frühjahrskonzert der Reider Musi: Überraschungen und Klassiker im Programm

Eine überraschende Neuheit hatten die Niklasreuther mit Hans R. Schmidts Stück „Alphornzauber“ parat – mit Peter Kaffl als Alphorn-Solist. Er und sein Holzrohr gehören – wie der gut gelaunte Moderator Martin Berchthold preisgab – zu den „Longhorns“ der Reider, die sich seit dem vergangenen August dem Alphornspiel widmen. Neben Kaffl sind dies Sepp Juffinger, Klaus Stadler und Thomas Duschl.

Mit Altmeister Ernst Mosch im Doppelpack revanchierten sich die Niklasreuther für den langen herzlichen Beifall aus dem ausverkauften Saal. Den „Solo-Trommler-Marsch“ führten drei Solisten mit fabelhaft synchronem Spiel an, und mit „Sterne der Heimat“ war dann Schluss. Noch nicht ganz, denn ein Konzert der Reider in der Heimat endet immer mit der Hymne „Mein Niklasreuth“ von Texter Heinz Hold und Komponist Georg Bernrieder – als gemeinsame Zugabe an einen unterhaltsamen Abend gespielt von den Musikern, gesungen vom Publikum und geleitet von Ehrendirigent Sepp Stöger.

Dass es um die musikalische Zukunft in Niklasreuth gut bestellt ist, hatten zu Beginn die zwei Dutzend Bläser der Jugendkapelle unter Sepp Bernöcker bewiesen.

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Schnupper-Nachmittag

Die Musikkapelle Niklasreuth macht Nachwuchswerbung mit einem musikalischen Schnuppertag: Am Samstag, 11. Mai, ab 13.30 Uhr sind Interessierte ins Gemeinschaftshaus eingeladen. Für ein klingendes und mundendes Rahmenprogramm ist gesorgt.

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