+
Bio und regional einkaufen, ist für viele ein Preisfrage.

Marika Kinshofer im Gemeinderat Irschenberg

Ökomodellregion: Regionalität hat ihren Preis

  • schließen

Irschenberg - Die Ökomodellregion hat im Landkreis Einzug erhalten. Managerin Marika Kinshofer tourt durch die Gemeinden, um allen deutlich zu machen, worum es geht.

Auf ihrer Tour durch den Landkreis machte Öko-Modellregion-Managerin Marika Kinshofer auch im Gemeinderat Irschenberg Station. Stefan Gabler, Leiter des Landwirtschaftsamts, begleitete sie. Zwar habe Irschenberg sich spät entschieden mitzumachen, sagte er. Doch wichtig sei, dass die Gemeinde jetzt dabei ist. „Bei uns ist nur 0,8 Prozent Gemeindefläche verbaut“, betonte Bürgermeister Hans Schönauer (FWG). Der Rest bestehe zu einem großen Teil aus Landwirtschaft.

Gabler hat Sorge, dass immer mehr Betriebe aufhören, besonders im Bereich der Milchviehhaltung. Der niedrige Milchpreis führe dazu, dass „viele nicht mehr existieren können“. Die höheren Preise für Bio- und Regionalprodukte riefen bei den Gemeinderäten eine Diskussion hervor. „Die Masse, die einkaufen geht, schaut eben auf den Preis“, merkte Klaus Meixner (CSU) an. Das sieht nicht nur er so. Kritik an der Ökomodellregion hagelt von Landwirten aus dem ganzen Landkreis, namentlich Balthasar Brandhofer aus Waakirchen und Meinrad Bacher aus Holzkirchen.

Maria Lettenbichler (FWG) hingegen glaubt, dass es immer mehr werden, die einen höheren Preis zahlen. „Wenn ich beim Familieneinkauf für die regionalen Nudeln ein paar Cent mehr zahle, habe ich gleich das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben“, bestätigte Regina Gruber (FWG).

Beim Thema Öko-Modellregion nutzte Schönauer erneut die Gelegenheit, die geplante Schmankerl-Kiste mit Irschenberger Produkten zu erwähnen. Die sei aber noch nicht fertig – es gelte viele Vorschriften einzuhalten. „Ich verstehe nicht, wieso es so schwierige Hürden geben muss“, ärgerte sich der Bürgermeister. 

Ökomodellregion, konventionelle und biologische Landwirtschaft - kaum ein Thema spaltet den Landkreis so sehr. Wir kommentieren die restriktive Haltung einiger Landwirte.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Museum braucht noch ein Gutachten
Mit einem kleinen Schritt wollte der Museumsverein die Sanierung des stadteigenen Klosters beginnen – vergeblich. Statt eines Startsignals gab es eine weitere Hürde: Der …
Museum braucht noch ein Gutachten
Kennzeichen von rotem Lada geklaut
Am helllichten Tag hat ein Unbekannter am Freitag beide Nummernschilder von einem roten Lada geklaut. Das Fahrzeug aus dem Landkreis Bad Tölz war auf dem Parkplatz des …
Kennzeichen von rotem Lada geklaut
Nach Faschingsparty: Skoda mit Fußtritten traktiert
Reichlich Unsinn im Kopf hatte wohl ein Besucher der Faschingsveranstaltung im Fischbachauer Klosterstüberl. Er beschädigte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen …
Nach Faschingsparty: Skoda mit Fußtritten traktiert
Zwei Miesbacher sorgen für die außergewöhnliche Akustik
Die Schaffer der hochgelobten Akustik der Hamburger Elbphilharmonie kommen aus einer Innenausbaufirma aus Müller am Baum.
Zwei Miesbacher sorgen für die außergewöhnliche Akustik

Kommentare