Ausgezeichnete Heilpädagogen: (v.l.) Naturpädagogin Katharina Fichtner, Erzieherin Andrea Wolf und Einrichtungs-Leiterin Veronika Wörndl mit Bayerns Umweltminister Marcel Huber bei der Verleihung in München.
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Ausgezeichnete Heilpädagogen: (v.l.) Naturpädagogin Katharina Fichtner, Erzieherin Andrea Wolf und Einrichtungs-Leiterin Veronika Wörndl mit Bayerns Umweltminister Marcel Huber bei der Verleihung in München.

So funktioniert ihr Konzept

Irschenbergerinnen von Minister ausgezeichnet: Sie bringen Kindern Moral über die Natur bei

  • Christian Masengarb
    VonChristian Masengarb
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Wie lernt man seelisch belasteten Kindern, gut mit der Welt umzugehen? Mit Umweltschutz! Für diesen innovativen Ansatz wurden jetzt Irschenberger Heilpädagoginnen ausgezeichnet.

Irschenberg – Die Heilpädagogische Tagesstätte Irschenberg wurde für ihre nachhaltige Erziehung mit dem Preis ÖkoKids ausgezeichnet. Die Tagesstätte arbeitet mit seelisch belasteten Kindern und nutzt Nachhaltigkeit und Umweltschutz zur Vermittlung moralischer Botschaften. Dazu unternehmen die Kinder der Einrichtung Spurensuch-Ausflüge, bestimmen Kräuter und schufen im Wald einen Treffpunkt.

Der Lohn dieser Arbeit zeige sich in vielen kleinen Geschichten, sagt Einrichtungsleiterin Veronika Wörndl. Ein Beispiel: Einmal fand ein Mädchen eine tote Maus. Am Himmel wartete ein Greifvogel kreisend auf seine Beute. Das Mädchen hätte die Maus gerne würdevoll beerdigt, merkte aber, dass sie damit in den Naturkreislauf eingreifen würde. „Anhand solcher Themen lässt sich der Umweltschutz mit Dingen verbinden, die Kinder täglich beschäftigen“, erklärt Wörndl. „Man will es immer gut machen, aber manchmal ist nicht klar, was eigentlich gut ist.“ Das vermittle wichtige Lektionen.

Ähnlich sei es mit den Fragen, ob man Moos abreißen und Tiere treten dürfe, oder wie man sich gegenüber Naturgewalten wie dem Blitz verhalten soll. „Wer lernt, die Natur zu respektieren, lernt auch viel über sich selbst“, findet Wörndl.

Dem stimmte Umweltminister Marcel Huber zu. Bei der Ehrung in München betonte er: „Kinder haben ein großes Gespür für ihre Umwelt und verstehen schnell, wie wichtig der Erhalt unserer Natur ist.“ Der ÖkoKids-Preis wird vom Landesbund für Vogelschutz mit finanzieller Unterstützung des Umweltministeriums verliehen. Als symbolische Trophäe erhält die Tagesstätte einen Apfelbaum zum Pflanzen.

mas

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