Schönauers Genussregion Irschenberg einzige Vertretung bei Grüner Woche
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Schönauer und Irschenberg, jetzt auch in einer GmbH vereint und zu Gast auf der Grünen Woche in Berlin.

Aus dem ganzen Landkreis

Genussregion ist fast einzige Vertretung bei Grüner Woche

Irschenberg – Kaum gegründet, schon auf der Grünen Woche: Die Genussregion Irschenberg GmbH stellt sich ab dem 20. Januar mit einem eigenen Messestand in Berlin vor – als einer von zwei Vertretern aus dem Landkreis. Ein Interview.

Wer mit Land- und Ernährungswirtschaft zu tun hat, kommt an der Grünen Woche nicht vorbei. Seit 1926 treffen sich in Berlin Fachleute und Besucher aus aller Welt, um sich über die neuesten Trends in der Lebensmittelbranche auszutauschen. Heuer werden vom 20. bis 29. Januar 1500 Aussteller mehr als 100 000 Produkte präsentieren. Die knapp 50 Firmen und Verbände aus dem Freistaat versammeln sich in der Bayernhalle. Aus dem Landkreis ist jedoch nur ein Unternehmen vertreten: die Genussregion Irschenberg GmbH, an der bekanntlich auch Bürgermeister Hans Schönauer (65) beteiligt ist. Wir haben den Rathauschef gefragt, wie es dazu kam und was er sich davon verspricht.

Herr Schönauer, die Genussregion gibt es offiziell erst seit fünf Monaten, und jetzt tritt sie schon auf der Grünen Woche auf. Wie kommt’s?

Schönauer: Ich bin ehrlich gesagt selbst überrascht, dass das gleich auf Anhieb geklappt hat. Ich war in den vergangenen Jahren regelmäßig als Besucher dort und habe mich gewundert, dass sonst niemand aus dem Landkreis ausstellt. Letztes Jahr hab ich dort lediglich den Wirt von der Speckalm getroffen, der sich mit einem Kollegen aus Oberaudorf zusammengetan hat. Da habe ich mir gedacht, dass das auch was für die Genussregion wäre und habe einfach mal das Landwirtschaftsministerium angeschrieben. Die waren offenbar von der Idee überzeugt und haben uns direkt einen 16 Quadratmeter großen Stand angeboten.

Was werden die Besucher denn dort zu sehen bekommen?

Schönauer: In erster Linie Lebensmittel aus unserer Region. Verkaufen werden wir aber vorerst nur unsere Schokolade und Dinzler-Kaffee. Wir haben zudem Partnerschaften mit der Milchproduktenhandel Oberland eG, dem Tegernseer Brauhaus und der Miesbacher Weißbierbrauerei Hopf geschlossen. Deren Erzeugnisse werden wir in einem hochwertig geschnitzten Schrank von einem Schreiner aus Loiderding ausstellen. Auch einige Wirte aus Irschenberg haben sich angehängt. Die können bei uns kostenlos Infomaterial auslegen und sich mit einer Bildschirmpräsentation vorstellen. Das Angebot ist sehr gut angenommen worden.

Glauben Sie, dass die Genussregion auch bei der Messe gut ankommt? Winkt vielleicht gleich das große Geschäft?

Schönauer: Um das geht es uns gar nicht. Wir befinden uns noch in einer Testphase und wollen herausfinden, was die Leute von unserer Idee halten. Geschäft wird da noch nicht viel gehen. Darum kümmert sich ohnehin Geschäftsführer Stefan Drössler. Ich halte mich im Hintergrund und greife nur ein, wenn Not am Mann ist.

Wie sieht es eigentlich mit der Beteiligung der Gemeinde aus?

Schönauer: Das wird der Gemeinderat in seiner Februarsitzung öffentlich behandeln.

Und was, wenn aus der Genussregion doch nichts wird?

Schönauer: Dann haben wir eben Lehrgeld bezahlt. Aber wir können uns zumindest nicht vorwerfen, dass wir es nicht probiert haben.

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