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Familie H. aus Irschenberg fing den Skorpion mit einem Glas ein. 

Schreck für Familie aus Irschenberg

Skorpion im Kinderzimmer

Irschenberg – Was für ein Schreck: Ein 15-jähriges Mädchen aus Irschenberg hat einen Skorpion in ihrem Kinderzimmer gefunden. Die Familie H. behielt einen kühlen Kopf, berichtet die Polizei Miesbach.

Die 15-Jährige dürfte ihren Augen im ersten Moment wohl kaum getraut haben: Am Donnerstagabend gegen 22 Uhr entdeckte sie in ihrem Kinderzimmer einen schwarzen Skorpion. Er saß am Türrahmen auf etwa 1,50 Metern Höhe, berichtet die Polizeiinspektion Miesbach. 

Die Familie aus Irschenberg bewahrte trotz des gehörigen Schrecks einen kühlen Kopf. Sie fing den kaum daumengroßen Skorpion vorsichtig mit einem Marmeladenglas ein und beratschlagte, was nun zu tun sei. Am Freitagnachmittag schließlich meldete sich der Bruder des Mädchens bei der Miesbacher Polizei. 

Die Beamten ließen sich erst einmal Fotos des ominösen nächtlichen Besuchers zukommen und schalteten die Reptilien-Auffangstation in München ein. Die Experten sahen sich die Bilder an – und gaben schließlich Entwarnung: Es handelte sich um einen Skorpion der Gattung Euscorpius. 

Kaum daumengroß war der ungewöhnliche Besucher.

Mit ihren bislang 17 anerkannten Arten ist dieser Skorpion weitgehend auf Europa beschränkt und vereinzelt auch bei uns zu finden. Ein Skorpion mitten im Oberland – wer hätte das gedacht. Euscorpius kommt in unterschiedlichen Lebensräumen vor: in Wald und Wiese, unter Steinen, unter Laub oder unter Baumrinde. Und genauso gern halten sich die zwei bis fünf Zentimeter großen Spinnentiere an alten Steinmauern oder Hauswänden auf, teilt die Polizei das Ermittlungsergebnis mit. Das Gift dieser Gattung ist mit dem einer Biene oder Wespe vergleichbar. Zustechen würden sie bei Menschen aber nur, wenn man sie ärgert oder bedrängt. 

Da das Vorkommen von Skorpionen in hiesigen Gefilden äußerst selten ist, bat die Auffangstation die Familie darum, ihren ungewöhnlichen Besucher vorbeizubringen. Die Reise soll der Skorpion aus dem Kinderzimmer laut Polizei in einem etwas größeren Gefäß antreten: behaglich eingerichtet mit etwas Erde, einem Wasserschälchen und einer kleinen Versteckmöglichkeit.

Katrin Hager

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