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Zahlreiche Gläubige fanden sich zur Einweihung und Segnung des neuen Irschenberger Pfarrheims ein. Es war der freudige Abschluss eines langen Wegs.

Ein Haus für die gelebte Gemeinschaft

So weihte Irschenberg sein neues Pfarrheim ein

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Hartnäckigkeit und Geduld haben sich ausgezahlt. Die katholische Kirchengemeinde Irschenberg hat am Samstag ihr neues Pfarrheim eingeweiht und mit einer vollen Kirche beim Festgottesdienst gezeigt, dass diese Investition des Erzbischöflichen Ordinariats gut angelegtes Geld ist.

So freute es Abt Barnabas vom Kloster Ettal, der im Beisein von Dekan Michael Mannhardt, Ruhestandspfarrer Josef Winkler und Irschenbergs ehemaligem Pfarrer Johannes Thiele den Neubau mit Weihwasser und Weihrauch segnete, dass in Irschenberg viele Kinder den Weg in die Kirche finden. Nicht zu vergessen die über 20 Ministranten, die neben den Fahnenabordnungen der Vereine mithalfen, dem Gottesdienst einen besonders feierlichen Rahmen zu geben.

So weihte Irschenberg sein neues Pfarrheim ein

Dabei war es ein langer Weg, der nun mit diesem Festtag seinen Abschluss fand. Wie berichtet, war Irschenberg der letzte Pfarrverband im Erzbistum, der kein Pfarrheim hatte. Dass diese Lücke nun geschlossen wurde, habe die Gemeinde Pfarrer Tadeusz Kmiec-Forstner zu verdanken, betonte Bürgermeister Klaus Meixner. „Mit seiner unnachahmlichen Hartnäckigkeit“ sei dieser vor fünf Jahren im Ordinariat erstmals vorstellig geworden. In der Folge habe es viele Treffen gegeben, und bei einigen sei auch Meixner dabei gewesen. „Mein Eindruck war“, so erzählte er mit einem Augenzwinkern, „dass die froh waren, als die Irschenberger wieder heimgefahren sind.“ Dies bestätigte auch Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rita Pötzinger: „Ohne unseren Pfarrer gäbe es dieses Pfarrheim nicht.“

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Während Kirchenpfleger Franz Nirschl die Handwerker lobte und seiner Dankbarkeit Ausdruck verlieh, dass die Bauzeit ohne Unfälle und Schaden verlaufen ist, würdigte Architekt Anton Leismüller bei der Schlüsselübergabe das rund 2,4 Millionen Euro teure Gebäude, das zum Großteil das Ordinariat finanziert, als ein Bauwerk, das modern und zeitgemäß erscheine und sich dennoch in seine Umgebung in der Ortsmitte einfüge.

Jesus soll im Mittelpunkt des neuen Pfarrheims stehen

Dass das Pfarrheim zu einem Ort der Begegnung werde, hoffte indes Abt Barnabas. Das Haus solle die Menschen im Namen Jesu zusammenführen, sagte er in seiner Predigt. Gleichzeitig betonte er, dass eine Gesellschaft ohne die gelebten christlichen Werte zusammenbreche. Dabei stellte er selbstkritisch fest: Wenn sich die Menschen, aber auch die Vertreter der Kirche im Alltag mehr mit dem Wort Gottes auseinandersetzen würden, gäbe es weniger negative Nachrichten. „Jeder Haushalt sollte eine Bibel haben – nicht als Schmuckstück, sondern zum Lesen.“ Das neue Pfarrheim solle daher nicht irgendein Versammlungsort sein, sondern ein Treffpunkt, bei dem die Menschen Jesus in den Mittelpunkt stellen.

Bei der Feier in der Turnhalle traf sich die Dorfgemeinschaft zum Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Umrahmt wurde das Beisammensein von der Irschenberger Blasmusik und den Auftritten des Trachtlernachwuchses. Gleichzeitig war das Pfarrheim mit seinem Saal, in dem sich ab September der Gemeinderat zu seinen Sitzungen trifft, zur Besichtigung geöffnet.

ddy

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