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Für die Firma Lettenbichler will die Gemeinde Irschenberg das Grundstück  westlich des Nägele-Lagerplatzes  an der Seitenstraße nach Sperlasberg zum Sondergebiet Transport ausweisen.
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Umweltschützer kritisieren den Bau auf der grünen Wiese, zumal in direkter Nähe zur Autobahn ebenfalls ein weiteres Gewerbegebiet gegenüber der OMV-Tankstelle entstehen soll.

Trotz Kritik an Änderung des Flächennutzungsplans

Gemeinderat hält am Sondergebiet fest

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Allen Protesten der Umweltfachverbände zum Trotz hält die Gemeinde Irschenberg an ihrem Vorhaben fest, auf der grünen Wiese ein Sondergebiet Transport auszuweisen. Im Gemeinderat wird das damit begründet, dass man die wirtschaftlichen Gründe stärker gewichte.

Die Ansiedlung des Transportunternehmens Lettenbichler kostet Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer (FW Niklasreuth) einiges an Nerven. Als der Gemeinderat nun die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans behandelte, sah sich der Rathaus-Chef gezwungen, sein Unverständnis auszudrücken. „Keiner kümmert sich um die Arbeit, nur noch ums Soziale“, haderte Schönauer. Doch woher komme das Geld dafür? „Wir haben Wohlstand, weil Leute arbeiten.“

Wie berichtet, will die Firma ihren Standort in Sinnetsbichl verlassen und nach Buchbichl ziehen, um dort den Stützpunkt für ihre 16 Lkw einzurichten. Die Nähe zur Autobahn sei ideal, wiederholte Schönauer, zumal die Lkw dann auf dem Weg zur Autobahn nicht mehr an Buchbichl vorbei müssen.

Mit 7600 Quadratmetern auf der bislang landwirtschaftlichen Fläche stehen dem Betrieb am neuen Standort an die 4000 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung. Das Problem: Das Vorhaben verstößt gegen das Anbindegebot, da es an dieser Stelle kein bebautes Grundstück gibt, neben das es anschließen könnte. Dies monierte Hans Maier (FDP/aktive Bürger), der umgehend des Bürgermeisters Unmut zu spüren bekam. Als Maier darlegen wollte, warum er die Ausweisung des Sondergebiets an dieser Stelle nicht mittragen will, unterbrach ihn Schönauer: „Du musst uns keine Belehrungen geben.“

Vor allem der Bund Naturschutz (BN) wehrt sich vehement gegen die Ansiedlung auf der grünen Wiese. Er sieht das Anbindungsgebot verletzt und bezweifelt, dass es keinen anderen Standort im Gemeindegebiet geben soll. Darauf basierend hat nämlich die Regierung von Oberbayern bereits eine Befreiung vom Anbindungsgebot erteilt. Besonders ärgert sich der BN darüber, dass „der Eindruck“ besteht, die Entscheidung sei bereits vor Prüfung von Alternativen gefallen. Der BN sieht sich in seiner Beteiligung eingeschränkt – was der Gemeinderat zurückwies.

Doch nicht nur der BN übt Kritik. Der Landesbund für Vogelschutz moniert einen „massiven Eingriff ins Landschaftsbild“ und verweist auf das laufende Volksbegeheren gegen den Flächenfraß. Auch Kreisbaumeister Werner Pawlovsky sieht die Ansiedlung problematisch. Er könne nur zustimmen, wenn gewährleistet sei, dass der Bau nicht später nach Norden erweitert werden darf. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Pawlovskys Ansinnen, das ehemalige Firmengelände zu renaturieren, sei aufgrund der Eigentumslage nicht möglich, erklärte Geschäftsleiter Josef Bögl.

Seitens der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt gibt es ebenfalls Einwände. Der benachbarte Lagerplatz der Firma Nägele sei gerade noch hinnehmbar, verlas Bögl. Für das Sondergebiet sei daher eine Eingrünung auch mittels Erdwall nötig, damit es nicht wahrnehmbar sei – die „landschaftliche Fernwirkung“ soll reduziert werden. Der Gemeinderat stimmte dem zu.

Nach Einarbeitung der Beschlüsse zu den Stellungnahme erfolgt nun die erneute Auslegung, bevor der Flächennutzungsplan verbindlich wird. Schönauer drückt aufs Gas: „Der Betrieb braucht Klarheit.“

ddy

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