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Heimatabend der Extraklasse: 120 Mitwirkende traten im Trachtenheim auf.

25 Jahre Trachtenheim Irschenberg

Ein Ort für viele Begegnungen

Irschenberg - Wenn eine Institution ein Jubiläum begehen kann, dann ist das immer ein Grund zum geselligen Feiern. Auch dann, wenn es sich nicht um eine honorige Person handelt, sondern nur um ein kulturelles Gemeinschaftswerk wie dem seit nunmehr 25 Jahren bestehenden Trachtenheim.

Ob Konzerte, Versammlungen oder Jubiläumsfeiern – das Irschenberger Trachtenheim bietet für jedwede der größeren Zusammenkünfte die besten Voraussetzungen. „Das war seinerzeit vor 25 Jahren auch für den Trachtenverein der Anlass, sich eine eigene Heimstatt zu schaffen“, erklärte Anian Klingsbögl beim gut besuchten Heimatabend, mit dem das 25-jährige Bestehen des Gebäudes gefeiert wurde (siehe Kasten). Eine Heimstatt, die mittlerweile schon verschiedenste Veranstaltungen und damit viele Begegnungen ermöglicht hat.

Mit Musik, Gesang, Tanzen und Schuhplattln boten die insgesamt 120 Mitwirkenden ihren Gästen am Samstag einen Heimatabend der Extraklasse. Die von Sepp Grundbacher junior dirigierten Blasmusikanten spielten, was das Zeug hielt. Auch die kleineren Besetzungen der Pilisaus- und der Ledabix-Musi ließen aufhorchen.

Dass bei einem traditionellen und heimatverbundenen Trachtenverein das Liedgut gepflegt und eindrucksvoll vorgetragen wird, zeigten der Seeleit‘n und der Eyrona-Dreigesang eindrucksvoll: die Mannerleut mit ihren sonoren Bassstimmen und die charmanten Frauen mit ihren glockenreinen Vorträgen.

Die im Frühjahr wieder erwachende Liab, das Jagern und auch der ganz gewöhnliche Alltag wurden den schon gleich anfangs gut gelaunten, erwartungsvollen und begeisterten Gästen gesanglich vorgetragen. Sich die Augen und die Ohren verwöhnen, gesellig und gemütlich zusammensitzen, den Herrgott einen guten Mann sein lassen – das alles konnte die Schar der zum Teils fast sogar schwärmerischen Besucher sichtlich genießen.

Großen und lautstarken Beifall ernteten die noch kleinen Dirndl und Buam, aber auch die heranwachsenden Nachwuchs-Trachtler. Sie zeigten teils noch zaghaft ihr Können, während die Größeren schon schneidig tanzten und plattelten. Die Gäste im Trachtenheim erlebten, was durch die intensive und zeitaufwendige Arbeit der Ausbilder mit dem Nachwuchs geschaffen wurde. Die Gesichter der Jung-Aktiven und der stolzen Eltern strahlten ebenfalls. Spektakulärer Höhepunkt war der Holzhacker, das mit Säge, Hacken und viel Kraftaufwand händische Zerlegen eines Birkenstammes. Am Sonntagvormittag fand die Gaudi ihre Fortsetzung – beim Frühschoppen mit Wettnageln – ein morgendlicher Sport, der für allerlei Gesprächsstoff sorgte.

 

Von Manfred Merk

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