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Auf der Autobahn

Hundemüde am Steuer

Irschenberg - Wie lange er schon am Steuer sitzt, wollte der Rumäne nicht sagen. Sein Fahrstil machte aber deutlich: Viel zu lange.

Einer Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim fiel am Sonntag 23.30 Uhr auf der Autobahn ein Pkw auf, der auf der Gefällstrecke des Irschenberg in Fahrtrichtung Salzburg befuhr. Der Fahrer des Mercedes, ein 40-jähriger Rumäne, fuhr mit etwa 80 Kilometern pro Stunde durchgängig auf dem mittleren Fahrstreifen, obwohl auf dem rechten Fahrstreifen weit und breit keine anderen Fahrzeuge unterwegs waren. Zudem bremste der Mann nach Polizeiangaben ohne erkennbaren Anlass immer wieder kurz ab. Die übrigen Verkehrsteilnehmer mussten auf den linken Fahrstreifen ausweichen, um, bei zulässigen 100 Kilometern pro Stunde überholen zu können. Dadurch kam der Verkehr immer wieder kurzzeitig ins Stocken.

Von der Polizei angehalten und zur Rede gestellt, gab der 40-Jährige an, von Portugal zu kommen und auf dem Weg nach Rumänien zu sein. Wie viel Zeit am Stück er am Steuer gesessen war, wollte er nicht sagen, räumte aber ein, sehr müde zu sein. Zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer verordnete die Polizei dem Mann deshalb eine angemessene Ruhezeit. Zudem musste der Rumäne  ein Bußgeld bezahlen.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Übermüdung am Steuer ein nicht zu unterschätzendes Risiko für sich und andere bedeutet. Der Sekundenschlaf führe insbesondere auf Autobahnen nicht selten zu schweren, auch tödlichen Unfällen. Wer aufgrund Übermüdung andere gefährdet oder einen Unfall verursacht, macht sich strafbar und muss mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Deshalb rät die Polizei: Öfter mal Pause machen!

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