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Viele Zutaten, aber ganz einfach: Mit ihrer schmackhaften Festtagstorte punktet die stellvertretende Kreisbäuerin Andrea Rieder bei ihrer Familie. 

Aus unserer Adventsserie

Weihnachtlich dank Zimt und Nüssen: Andrea Rieder hat die Schwarzwälder Charlotte abgewandelt

Andrea Rieder ist die stellvertretende Kreisbäuerin im Landkreis Miesbach. Mit ihrer abgewandelten Weihnachtstorte begeistert sie ihre Familie. Uns hat sie das Rezept verraten und erklärt wie es geht.

Reichersdorf – Eigentlich heißt sie ja „Schwarzwälder Charlotte“, aber Andrea Rieder hat sie in Festtagstorte umbenannt, und zum Winter hin wird mit Zimt und Nüssen eine schmackhafte Weihnachtstorte draus. Aber egal wie das Backwerk heißt, schon optisch macht die Torte was her – und sie schmeckt fantastisch. „Wenn ich sie daheim für die Familie mache, dann bleibt oft bloß ein Viertel übrig – und wir sind grad zu sechst“, erzählt Andrea Rieder.

Die Bäuerin aus Reichersdorf in der Gemeinde Irschenberg liebt die Festtagstorte auch als Mitbringsel zu Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern. „Sie ist saftig, gut vorzubereiten, mit wenigen Handgriffen fertig und schaut schön aus.“ Obwohl das mit den wenigen Handgriffen bei Rieder wohl auch daher kommt, dass sie die Torte schon so oft gebacken hat und alles aus dem Gedächtnis zusammenmischt. „Vor 25 Jahren hatte ich schon mal ein Rezept“, überlegt sie. „Aber jetzt mache ich halt, wie ich meine.“

Und das geht so: Erst backt sie den Biskuitboden. Dazu wird der Teig auf ein Blech mit Backpapier gestrichen. Etwa eine Viertelstunde muss er in den Ofen. Nicht zu lange, warnt die Bäuerin. „Wenn man ihn mit dem Finger anfasst, darf er oben noch nicht trocken sein, sondern muss sich noch etwas feucht und weich anfühlen.“

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Der Biskuit wird auf ein leicht gezuckertes Küchentuch gestürzt und das Backpapier abgezogen. Dann tränkt man ihn noch heiß mit Kirschwasser, bestreicht ihn mit heißer Marmelade und rollt ihn dann zusammen. Während der Kuchen auskühlt, kann man schon die Füllung aus Kirschkompott zubereiten. Es ist aber auch kein Problem, die Rolle ein paar Stunden oder einen Tag stehen zu lassen. „Da pressiert nix“, sagt Rieder. Die Arbeitsschritte ließen sich leicht so auf den Tag verteilen, wie halt Zeit ist.

So sieht die fertige Festtagstorte von Andrea Rieder aus.

Auf eine Platte legt Rieder nun einen Tortenring. Die kalte Biskuitrolle wird in Scheiben geschnitten. Die kommen zuerst auf den Boden und dann rundherum an den Rand. „Das vordere und hinter Ende der Rolle nehme ich dafür nicht her“, erklärt Rieder. Die Enden bricht sie in Stücke. „Damit fülle ich die Löcher zwischen den Scheiben aus.“ Jetzt kommt das angedickte Kirschkompott in den Kuchen und nach dem Abkühlen die Schmandmasse obendrauf. Zuletzt hobelt Rieder mit einem Sparschäler Blockschokolade über die Torte – fertig ist das Prachtexemplar. Nun noch in den Kühlschrank. Gut gekühlt, könnte die Weihnachtstorte auch ein paar Tage halten – aber dazu schmeckt sie einfach viel zu gut. 

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Zutaten

Für die Biskuitrolle: sechs Eier, 150 Gramm Zucker, 100 Gramm Mehl, 50 Gramm Speisestärke, 50 Gramm gemahlene Haselnüsse, ½ Teelöffel Zimt, 20 Gramm Kakaopulver, ein Teelöffel Backpulver, 100 Milliliter Kirschschnaps, 250 Gramm Kirschmarmelade.

Für das Kirschkompott: ein Glas Sauerkirschen mit Saft, 30 Gramm Speisestärke, 20 Gramm Zucker.

Für die Schmandmasse: zwei Becher Schmand, 20 bis 30 Gramm Zucker, 500 Gramm Sahne, fünf Blatt Gelatine.

Von Christine Merk

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