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Die Gäste können kommen: Vroni Waldschütz (l.) und Kathrin Stadler mit ihrer weihnachtlichen Tischdekoration. 

Adventsserie

Weihnachtstradition bei Ortsbäuerinnen: Tischdecken ist Familiensache

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An Festtagen wie an Weihnachten ist die Tischdekoration besonders wichtig. Viel Aufwand braucht es aber nicht, damit sich die Familie wohlfühlt. Zwei Ortsbäuerinnen geben Tipps.

Irschenberg – An eine fein eingedeckte Tafel setzt sich jeder gern – vor allem an Festtagen wie zu Weihnachten. Doch wie viel Mühe hinter den kleinen Kunstwerken zwischen Tellern, Besteck und Gläsern steckt, bleibt den Gästen oft verborgen. Bei Vroni Waldschütz und Kathrin Stadler ist das anders. Bei ihnen ist das Tischdecken an Heiligabend kein notwendiges Übel, sondern ein geliebtes Ritual. Und die ganze Familie hilft mit.

Auf dem Hof der Waldschütz’ in Irschenberg hat eine festliche Tischdekoration eine lange Tradition. „Meiner Mama ist das schon immer wichtig gewesen“, erzählt Vroni Waldschütz (37). Das Dekorieren ist bei ihr ein Gemeinschaftswerk. Auch die drei Kinder der Ortsbäuerin stellen das Festtagsgeschirr, das nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank kommt, auf die Tischdecke. Bei Kathrin Stadler (31) und ihrer Familie ist die Tafel richtig lang. Neben ihrem Mann und den vier Kindern sind auch ihre Schwiegereltern, die Uroma und weitere Verwandte eingeladen. „Insgesamt sind wir zu elft“, sagt die 31-Jährige.

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Die Dekoration ist hausgemacht. Einen Vorschlag haben Waldschütz und Stadler für die Ausstellung über ländliche Kunst im Irschenberger Trachtenheim (wir berichteten) ausgearbeitet. Besonders viel Mühe haben sie sich mit den Serviettenringen gegeben. Die Materialien sind aber bewusst einfach gehalten. Plätzchenformen und getrocknete und mit Goldfarbe besprühte Hortensienblüten: „Das hat jeder daheim“, sagt Waldschütz. Statt einem klassischen Adventskranz stehen die vier Kerzen in einer rechteckigen Metalleinfassung, die ebenfalls mit Fundstücken aus der Natur wie Moos, Zapfen oder Blüten gefüllt ist. „Alles, was man beim Spaziergehen mit den Kindern findet“, sagt Stadler.

Bei Waldschütz daheim isst zwar auch das Auge mit, am wichtigsten ist für die Ortsbäuerin aber, dass alle an einem Tisch sitzen. Durch die unterschiedlichen, von Schule und Arbeit geprägten Alltage der Familienmitglieder ist ein gemeinsames Essen unter dem Jahr nicht selbstverständlich. „Da hat jeder seine eigenen Zeiten“, sagt Waldschütz, die mit ihrem Mann Klaus den Hof bewirtschaftet.

Umso mehr freut sich nun die ganze Familie auf die Weihnachtstage. Aufs gemeinsame Tischdecken, aber natürlich auch auf das gemütliche Beisammensein. „Das ist schon immer was Besonderes“, sagt Waldschütz. „Und so soll es auch sein.“

Zur Serie

Im Advent öffnen wir jeden Tag ein Türchen, hinter dem uns die Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis Miesbach etwas Weihnachtliches backen, basteln oder von einem Brauch erzählen. Wenn sinnvoll, gibt es eine Anleitung zum Nachmachen.

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