Regeln für Bauherren

Weil es ohne Autos nicht geht: Irschenberg bekommt eine Stellplatzsatzung

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Irschenberg – Der Parkraum wird auch in der Gemeinde Irschenberg knapper. Um bei künftigen Bauvorhaben ausreichend Abstellplätze fordern zu können, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Stellplatzsatzung verabschiedet.

Der Gemeinderat von Jetzendorf hat jetzt seine Stellplatzsatzung geändert.

Wichtigste Regelung ist dabei die Anzahl der Stellplätze. Diese wird vom bislang geltenden Umfang – einer je Wohneinheit – verdoppelt. Künftig sollen zwei Parkplätze je Wohnung nachgewiesen werden müssen.

Damit entschied sich der Gemeinderat für die strengere Variante. Zur Abstimmung stand auch die Alternative, bis zu einer Wohnfläche von 55 Quadratmetern lediglich einen Stellplatz vorzuschreiben. Diese wurde jedoch nicht in Erwägung gezogen – aus gutem Grund, wie Dritter Bürgermeister Tom Niggl (CSU) feststellte: „In einer 40-Quadratmeter-Wohnung können auch zwei Personen wohnen, und von denen braucht dann jeder ein Auto.“

Als Abstand zur Straße wird für Garagen seitlich ein Meter festgesetzt, um Platz für geräumten Schnee zu berücksichtigen. Ansonsten gebe es auch Probleme bei der Zufahrt für die Feuerwehr. Vom Garagentor zur Straße bleibt es bei mindestens fünf Metern, um vor der Garage einen vollständigen Stellplatz zu ermöglichen.

Bürgermeister Klaus Meixner (CSU) ist mit dieser Lösung zufrieden: „Die vorherige Regelung ist nicht mehr zeitgemäß.“ Zwei Stellplätze decken den gängigen Bedarf ab. „Bei uns ist man auf das Auto angewiesen. Der Besuch muss eh an der Straße parken.“ Zur Not könne man immer noch eine Ausnahme bei der Gemeinde beantragen, wenn es die individuelle Situation erfordere.    ddy

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