Rettungskräfte am Samstagmorgen auf der A8 bei Irschenberg
+
Viel zu tun hatten die Rettungskräfte am Samstagmorgen auf der A8 bei Irschenberg.

Mehrere Verletzte und hoher Sachschaden

Winterchaos auf A8 bei Irschenberg: Unfallserie mit mehreren Fahrzeugen

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
    schließen

Schlingernde Pkw, rutschende Lkw - und eine ganze Serie von Unfällen. Der späte Wintereinbruch hat auf der A8 zwischen Irschenberg und Valley für Chaos gesorgt.

Irschenberg/Weyarn/Valley - Eine ganze Reihe an Unfällen hat die Autobahnpolizeistation Holzkirchen am Freitag und Samstag, 19. und 20. März, auf der A8 zwischen Irschenberg und Valley registriert. Autos und Lastwagen gleichermaßen waren daran beteiligt. Die Ursache war immer dieselbe: Schnee- und Eisglätte.

Zum ersten Mal krachte es am Freitagabend gegen 17.45 Uhr. Ein Mercedes Sprinter war auf dem linken Fahrstreifen in Richtung München unterwegs, als er im Gemeindebereich Valley durch den Schneematsch ins Schlingern geriet. Die Reaktion des Fahrers, ein 39-jähriger Österreicher, kann die Polizei nicht recht nachvollziehen: Der Mann zog die Handbremse. Sein Kleintransporter vollführte daraufhin eine Drehung und krachte frontal in die Mittelleitplanke. Doch der Österreicher hatte Glück: Er blieb unverletzt. Der Sachschaden am Mercedes betrug circa 8000 Euro.

Lesen Sie auch: Tödlicher Unfall in Holzkirchen: Mann stürzt bei Schneefall mit seinem Fahrrad

Die Folgen dieses Unfalls waren umso gravierender. Denn nur fünf Minuten später kam es zum nächsten Zusammenstoß. Ein 25-jähriger Golf-Fahrer aus der Oberpfalz bremste ab, um vorsichtig auf der mittleren Fahrspur an dem verunfallten Kleintransporter vorbeizufahren. Dies jedoch erkannte ein 33-jähriger Münchner zu spät. Er wich nach links aus, kam dabei jedoch ins Schleudern und fuhr mit seinem Fiat Ducato auf den VW Golf auf. Auch hier kamen beide Unfallbeteiligte mit dem Schrecken davon. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei jedoch auf satte 22.000 Euro.

Mangelnde Winterausrüstung war dann der Grund für die Rutschpartie, die ein 25-jähriger Rumäne am Samstag gegen 0 Uhr auf der A8 erlebte. Weil er Sommerreifen auf seinem Auto hatte, kam er im Gemeindebereich Weyarn in Fahrtrichtung Salzburg auf schneebedeckter Fahrbahn nach rechts von der Autobahn ab und schlitterte in die Leitplanke. Der Rumäne blieb unversehrt, sein Fahrzeug erlitt jedoch einen Sachschaden von 7500 Euro.

Auch ein Rettungshubschrauber landete beim Winterchaos auf der A8.

Eine kleine Massenkarambolage ereignete sich dann am Samstagmorgen gegen 7.50 Uhr auf der A8. Auf Höhe der Anschlussstelle Irschenberg kam ein 34-jähriger Lkw-Fahrer aus Rumänien mit seinem Sattelzug in Fahrtrichtung München ins Schlingern. Dabei erwischte er mit dem Heck seines Lasters den VW Bus eines 57-Jährigen aus Sundern. Damit nicht genug: Der Sattelzug rutschte weiter auf die mittlere Spur, wo er den VW Golf eines 56-Jährigen aus Bergen touchierte. Zu Ende ging die unkontrollierte Fahrt erst am Auflieger eines polnischen Lkw-Fahrers, an dem der Rumäne hängenblieb. Die vier Insassen des VW Bus wurden bei der Kollision leicht verletzt und durch die Rettungskräfte in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch ein Hubschrauber landete bei dem Großeinsatz an der A8. Der Gesamtsachschaden lag bei 20.000 Euro. Dass es bei dem Einsatz selbst erneut zu einem Zwischenfall kam, lag an einem 50-jährigen Rumänen, der mit seinem Lkw wegen zu wenig Abstands gegen 9.26 Uhr den Sicherungsanhänger der Feuerwehr streifte und dabei den rechten Außenspiegel verlor. Der Schaden am Feuerwehranhänger beträgt circa 250 Euro.

Die vier Insassen des VW Bus wurden leicht verletzt.

Der letzte Unfall der Serie ereignete sich dann gegen 11 Uhr. Ein 42-jähriger Rumäne wollte in Fahrtrichtung Salzburg auf den Parkplatz Seehamer See abbiegen und rutschte dabei auf schneeglatter Fahrbahn nach rechts in den Grünstreifen. Der Sattelzug hatte sich dabei so sehr verkeilt, dass er aus eigener Kraft nicht mehr herauskam. Ein Abschleppunternehmen aus Irschenberg rückte dann mit schwerem Gerät an. Der Sachschaden an Leitplanke und Lkw beläuft sich auf 1000 Euro. Fast schon eine Lappalie an diesem so schadensträchtigen Spätwinterwochenende auf der A8.

sg

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare