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Würdig: Mit einer Festmesse, zelebriert von Ab Barnabas Bögle, feierten die Niklasreuther die Ersterwähnung ihrer Pfarrkirche vor 700 Jahren.

700 Jahre Ersterwähnung

Niklasreuther feiern ihre Nikolaus-Kirche

Niklasreuth - Mit einem festlichen Gottesdienst hat Niklasreuth am Sonntag die Ersterwähnung seiner Pfarrkirche gefeiert. Sie ist dem Heiligen Bischof Nikolaus geweiht.

Mit der würdig gestalteten Festmesse zu 700 Jahre St. Nikolaus in Niklasreuth, gesanglich vom Chor umrahmt, gingen die verschiedenen Veranstaltungen zu diesem Jubiläum zu Ende. In Begleitung einer großen Ministrantenschar zog Abt Barnabas Bögle aus Ettal in die Pfarrkirche ein. In seiner Predigt betonte er, der geschichtliche Rückblick auf sieben Jahrhunderte sei wichtig, das Geschehen dürfe nicht in Vergessenheit geraten. „Die Geschichte einer so alten Kirche ist mit dem Dorf und seinen Menschen eng und unzertrennlich verbunden, ist unauslöschlich“, sagte der kirchliche Würdenträger. Aber auch: „Der Blick muss nach vorne gerichtet sein, diese Einstellung hat schon vor vielen Jahrhunderten auch Nikolaus, der Bischof und Niklasreuther Kirchenpatron, gepredigt und auch danach gelebt.“ Nach dem feierlichen Gottesdienst sind zur so genannten Ewigen Anbetung noch viele Gläubige in der Kirche geblieben.

Kurzer Rückblick: Im Jahr 1315 ließ „Konrad der Sendlinger“, Bischof vom Hochstift Freising, die Kirche erbauen. 1850 wurde der heutige Pfarrhof errichtet, 1883 wurde Niklasreuth zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Der erste Pfarrer hieß seinerzeit Johannes Lidl. Erst heuer sind die bislang eigenständigen Pfarreien Irschenberg und Niklasreuth sowie die Kuratie Frauenried zum neuen Pfarrverband Irschenberg zusammengeschlossen worden.

Interessierte Blicke: Die von Resi Gasteiger zusammengetragene Ausstellung stieß auf positive Resonanz.

Das Jubiläum nahmen die Niklasreuther zum Anlass, eine sehenswerte Ausstellung zusammenzutragen. „Von Raritäten aus Stuben und Kammern“, schreibt Agnes Bernöcker in ihrem geschichtlichen und informativen Übersichtsblatt. Sichtlich stolz zeigte Resi Gasteiger im Pfarrhof die von ihr gesammelten und fein säuberlich aufgestellten Überlieferungen in Texten, Bildern und handwerklichen Artefakten. Rosenkränze, Gebetbücher, auch Sterbebilder von gefallenen Soldaten aus Niklasreuth, sakrale Klosterarbeiten und vieles mehr. „Viele haben mir gesagt, sie seien froh, dass diese teils schon vergilbten Blätter und Fotos wieder herausgesucht und ausgestellt werden“, sagte die ehemalige Gemeinderätin.

Von Manfred Merk

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