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Der Haushamer Grafikdesigner Mathias Leidgschwendner präsentiert stolz sein eigenes Kunst- und Modemagazin: die Fasson.

Junger Herausgeber

Der Traum vom eigenen Magazin

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Hausham - Er ist 26 Jahre alt, wohnt in Hausham und hat Grafikdesign und Werbung studiert. Ab sofort ist Mathias Leidgschwendner auch Herausgeber eines Kunst- und Modemagazins. 

Mathias Leidgschwendner kurvt mit seinem VW Golf durch die Münchner Innenstadt. Er klappert Cafés, Restaurants, Friseursalons und Modehäuser ab und verteilt druckfrische Magazine. Sie stapeln sich in seinem Kofferraum. Klingt nach einem Studenten, der mit einem Kurierjob seine chronisch-klamme Kasse aufbessert. 

Doch der Eindruck täuscht. Denn das, was der 26-jährige Haushamer in die Auslagen und Schaufenster legt, ist sein eigenes Werk: die „Fasson“. Ein 192 Seiten dickes Kunst- und Modemagazin, das der Grafikdesigner und Fotograf ab sofort halbjährlich herausgibt. 

Mode und Kultur aus ganz Südbayern

Mit Foto-Porträts und Reportagen über Akteure aus den Bereichen Kunst, Musik, Film, Mode, Handwerk, Stil und Kultur. Nicht nur aus München und Leidgschwendners Heimatlandkreis Miesbach, sondern aus ganz Südbayern. Und das alles kostenlos und auf hochwertigem Papier der Papierfabrik Gmund gedruckt. 

„Ein Kunstwerk“, sagt Leidgschwendner und lässt seine Finger über den leicht gewellten Karton des Covers gleiten. Es zeigt ein Foto von Barbara Kellerer aus Flintsbach am Inn. Nicht irgendein ein Model, sondern eine Freundin, die Leidgschwendner seit Jahren fotografiert. Als Hobby, neben seinen Auftragsarbeiten. 

Ein totaler Magazin-Junkie

„Der Ordner hat sich dann immer weiter gefüllt“, sagt der Haushamer und schmunzelt. Genau so hat es auch mit der Fasson angefangen. Klar habe er schon immer von einem eigenen Mode- und Kunstmagazin geträumt, erzählt Leidgschwendner. „Ich bin ein totaler Magazin-Junkie und habe einfach ein Faible für die schönen Dinge“, sagt er. 

Nach seinem Grafikdesign- und Werbestudium arbeitete er unter anderem für das Heft „VeganEssen“, das mittlerweile deutschlandweit erscheint. Trotzdem wollte er früher oder später etwas ganz Persönliches erschaffen. Etwas, das nur seine Handschrift trägt. Von der Themenwahl über die Fotos bis hin zum Layout. 

Also spielte er in seiner Freizeit mit den Bildern aus seinen Testshootings herum und arrangierte sie wie in einem Magazin. Dass aus diesem später sein Magazin werden sollte, hat Leidgschwendner auch Verena Zemme zu verdanken. 

Ein dicker Fisch mit dabei

Sie ist die Herausgeberin von „VeganEssen“ und erhaschte eines Tages einen Blick auf die Test-Layouts auf seinem Bildschirm – und war begeistert. „Ich habe das erst nicht so ernst genommen“, erzählt Leidgschwendner. „Doch Verena hat mich im Entschluss bestärkt, dass das auch gedruckt und gelesen werden könnte.“ 

Also machte er sich auf die Suche nach den ersten Protagonisten für seine Geschichten – und zog direkt einen dicken Fisch an Land: die Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Ein Zugpferd, dem weitere bekannte Namen in die Erstausgabe folgten. Regisseur Marcus H. Rosenmüller, Sternekoch Christian Jürgens und Moderatorin und Schauspielerin Susanne Brückner, um nur einige zu nennen. 

Doch auch Newcomer wie der Musiker Jesper Munk oder lokale Größen wie die Miesbacher Café-Betreiberin Elisabeth Schwojer haben ihren Platz in der Fasson gefunden. Sie alle haben eines gemeinsam, wie Leidgschwendner betont: „Sie arbeiten alle an ihrer eigenen Vision von Kreativität.“ 

Exemplare bis unter die Decke

Seine Version davon hält der 26-Jährige jetzt in den Händen. Nie wird er den Moment vergessen, in dem er die Druckfreigabe erteilt hat. „Das war schon ein komisches Gefühl, weil mir zum ersten Mal niemand mehr über die Schulter geschaut hat“, sagt er. 

Kurz darauf füllte die Fasson – die ihren Namen übrigens vom französischen Wort „facon“ bekommen hat – sein Studio aus. Bis zur Decke. 10 000 Exemplare hatte Leidgschwendner geordert. Weil sein Magazin kostenlos ausliegt, muss er die Druckkosten mit Werbeanzeigen refinanzieren. Allerdings nicht mit bunten Fremdkörpern, die das Layout sprengen, sondern mit dezenten und zu Text und Fotos passenden Elementen. 

Doch die Anerkennung für sein Magazin definiert der Haushamer nicht über Geld, sondern über das Lob seiner Leser. So wird er vor allem einen Moment während seiner Auslieferungstour durch München nicht vergessen: Eine junge Frau sitzt in einem Café im Glockenbachviertel und blättert durch ein Kunst- und Modemagazin. Es ist die Fasson, die Leidgschwendner dort kurz vorher ausgelegt hat. Sein eigenes Magazin.

Das Magazin „Fasson“ liegt ab sofort kostenlos in ausgewählten Lokalen, Hotels und Geschäften aus. Wer lieber am Bildschirm liest, kann dies unter https://issuu.com/fasson-sudbayern tun. Außerdem lässt sich das Magazin auch per E-Mail an mail@fassonmagazin.de gegen eine Gebühr bestellen. Die nächste Ausgabe ist bereits in Arbeit.

Von Sebastian Grauvogl

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