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Weißwurst-Freunde: (v.l.) Toni Holnburger, Musiker und Sänger Andreas Gabalier und Stanglwirt Balthasar Hauser auf der Party 2014. 

Der Weißwurst-Papst im Gespräch

Wie viele Weißwürste zuzeln Schwarzenegger, Gabalier und Co?

Miesbach/Kitzbühel – Starrummel und eine gewaltige Hüttengaudi: An diesem Freitag steigt beim Stanglwirt in Going bei Kitzbühel wieder die legendäre Weißwurstparty.

Was im Rahmen der Hahnenkamm-Skirennen als gemütliches Beisammensein mit gerade einmal 40 Abfahrern und Trainern begann, zählt im 26. Jahr zu den gesellschaftlichen Höhepunkten im Skigebiet. Toni Holnburger (47), Metzgermeister aus Miesbach und Erfinder der Sause, liefert wieder seine Weißwürste. Ein Gespräch über bodenständige Promis, Arnold Schwarzeneggers Appetit und Stress.

Herr Holnburger, 2500 Gäste geben sich am Freitag wieder ein Stelldichein. Auf wen freuen Sie sich besonders?

Holnburger: Ganz bestimmt werde ich wieder mit Andreas Gabalier auf ein Bier zusammensitzen. Er kommt immer als Gast und nicht als Musiker auf die Party, und wir verstehen uns sehr gut. Er ist ein überaus bescheidener Mensch ohne jegliche Starallüren, ist gerne unter Leuten, möchte aber auch ganz gerne in Ruhe gelassen werden. Er kommt auch wegen der Weißwürste. Man mag es nicht glauben, aber er hat einmal sogar zwölf Stück gegessen.

Ein immer wiederkehrender Gast ist ja auch Arnold Schwarzenegger. Wie viel Stück zuzelt denn ein Mister Universum ?

Holnburger: Der isst gewöhnlich zwei Stück, allerdings mehrmals über den ganzen Abend verteilt (lacht).

In Sachen Weißwurst-Rezeptur haben Sie zusammen mit Alfons Schuhbeck ja schon allerlei Experimente gemacht. Gibt es wieder eine außergewöhnliche Kreation?

Holnburger: Tatsächlich haben wir schon alles probiert. Weißwürste mit Hummer, Trüffel, Blattgold oder Champagner. Das ist aber alles nix Gescheites, weshalb es heute ganz klassische Weißwürste gibt und eine Chili-Weißwurst mit einem ganz leichten Schärfegrad.

Also gewissermaßen zurück zu den Wurzeln?

Holnburger: Ja. Übrigens auch, was die Party an sich angeht. Die ist ja nach der Erstauflage extrem groß geworden und hatte zwischenzeitlich nicht mehr viel mit Sport zu tun, weil verstärkt auf Promis gesetzt wurde. Vor fünf oder sechs Jahren kam dann der Umkehrschwung und es sind wieder sehr viele Sportler dabei. Es ist jetzt einfach eine große Hüttengaudi.

Denken Sie, dass die Veranstaltung auch ohne den Promi-Faktor funktionieren würde?

Holnburger: Das glaube ich auf jeden Fall. Die Karten sind ja jedes Mal innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Natürlich zieht die Prominenz auch Gäste an. Aber die Leute kommen einfach gern zum Feiern. Allerdings ist es ja so, dass die Stars in eigenen Bereichen, den sogenannten Stammtischen, sitzen und sich nur wenig unters Volk mischen.

Werden Sie nicht langsam müde von dem ganzen Stress und Trubel?

Holnburger: Es ist schon sehr viel zu tun, allerdings empfinde ich das alles als positiven Stress und freue mich jedes Jahr darauf. Wir sind ein eingespieltes Team, und wenn es läuft, dann läuft es wie von selbst. Ich glaube, dass diese Party noch sehr oft stattfinden muss, bis ich sie leid bin.

ah

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