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Des einen Freud, des anderen Leid: Während Spitz Taifun (l.) kein Problem mit den Silvesterkrachern hat und gerne mit raus geht, ist Hündin Kyra (r.) gar nicht begeistert. Sabine und Udo Peter geben ihr homöopatische Mittel.

Silvester-Tipp für Tierhalter 

So kommt Ihr Hund gut durch die Neujahrsnacht

Miesbach/Hausham - Hündin Kyra ist beim Jahreswechsel ein schlotterndes Häufchen Elend. – Sabine (39) und Udo Peter (44) setzen auf Homöopathie - und auf Technik. 

Es blitzt und knallt, und die Silvesterkracher fliegen einem um die Ohren. Der Mensch weiß, was in der Neujahrsnacht passiert. Hunde weniger. Kein Wunder also, wenn sie total nervös werden. Wir haben nachgefragt: Wie verhalten sich die Hunde an Silvester und wie können Besitzer ihnen helfen, die Nacht gut zu überstehen? 

So reagiert der Hund

Hunde hören sehr gut und haben geschärfte Sinne. „Das heißt aber nicht, dass sie automatisch Angst haben“, sagt Tierärztin Elisabeth Lickteig aus Miesbach. Die einen schauen sich das Feuerwerk interessiert an, die anderen verkriechen sich unter dem Bett. Ähnlich bei Familie Peters Vierbeinern: Ihre beiden Spitze Taifun und Kyra reagieren völlig unterschiedlich. Er zuckt nicht, will am liebsten mit raus. „Kyra dagegen ist schon zwei Tage vorher ein schlotternder Haufen“, erzählt Sabine Pater. 

Das rät die Tierärztin 

Am Tag des Silvesterabends sei es wichtig, frühzeitig Gassi zu gehen. „Und an diesem Tag alle Hunde an die Leine nehmen“, rät Expertin Lickteig. Es sei schon vorgekommen, dass sich brave Hunde erschrecken und in den Wald rennen. „Die waren dann nicht mehr gesehen“, erzählt die Tierärztin. Ist ein Hund nicht ganz so panisch, könnte laut Lickteig Folgendes helfen: „Zur Zeit des Lärms füttern oder mit Spielen ablenken.“ Ansonsten rät sie, den Hund selbst seinen Lieblingsplatz suchen lassen. „Wenn er gern unter dem Bett liegt, dann nicht zwingend herausziehen“, sagt die Expertin. Hat er schlimmere Angst, sei es besser, sich mit dem Tier in einen Raum ohne Fenster zu setzen. „Aber nicht die ganze Zeit den Hund trösten – einfach normal verhalten“, rät Lickteig. In ganz ängstlichen Fällen rät die Tierärztin, den Hund ins Auto zu packen und irgendwohin zu fahren, wo es still ist. „Zum Beispiel auf die Autobahn“, schlägt Lickteig vor. Bei Beruhigungsmitteln ist sie vorsichtig: „Das funktioniert nicht bei allen.“ Sie empfiehlt, falls wirklich notwendig, die Mittel zuvor auszuprobieren. Natürliche Mittel wie Vitamine, Notfall-Bachblüten und homöopathische Präparate seien aber besser. 

So helfen die Besitzer 

Auf Homöopathie vertrauen mittlerweile auch die Peters, die der Naturheilkunde sonst eher skeptisch gegenüber stehen. Hündin Kyra bekommt homöopathische Mittelchen. „Die docken an die Glücksrezeptoren im Hirn an“, weiß Sabine Peter. Mit dem Verabreichen beginnt sie schon einen Monat vor dem Jahreswechsel. Außerdem schaltet sie in der Silvesternacht Radio oder Fernseher laut, um von dem Kracherlärm abzulenken. „In ihrer ersten Silvesternacht hat Kyra nicht mal mehr auf ihren Namen reagiert“, erinnert sich Peter. Mittlerweile sei es besser – der Homöopathie sei Dank. Die Mittel bekomme man vom Tierarzt verschrieben, auch f

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